- Die Geschichte von Rock und Folk, gespielt von der Friedenstaube -
Die Geschichte von Gibson Dove
~ Die Geburt der DOVE mit ihren eleganten, eckigen Schultern ~
Im Jahr 1960 erschien die „Hummingbird“ als Gibsons erste Square-Shoulder-Gitarre, als die Akustikgitarre immer beliebter wurde. Mit ihrer starken optischen Wirkung und ihren prächtigen Verzierungen widerlegte sie das bisherige Bild der Akustikgitarre als schlichtes Instrument und wurde sowohl in puncto Aussehen als auch Klang zum Symbol für eine „neue Ära von Gibson“.
Zwei Jahre später, im Jahr 1962, wurde die „DOVE“ als Spitzenmodell der Square-Shoulder-Serie eingeführt – ein Modell mit noch prächtigerem und kühnerem Charakter.
Wie der Name schon sagt, zeichnete sich dieses Modell durch einen einzigartigen Ansatz aus: Auf dem Schlagbrett und der Brücke war eine Taube als Symbol des Friedens abgebildet. Es wird gesagt, dass dies von Hartford Snyder, einem damaligen Handwerker bei Gibson, entworfen wurde. Er war auch für die Gestaltung der Schlagbretter der Hummingbird und der Epiphone Excellent verantwortlich.
Darüber hinaus zeichnete sich die DOVE durch einen einzigartigen Klangcharakter aus, der durch die Kombination aus Ahorn an den Korpusseiten und -rückseite sowie den Tune-O-Matic-Saitenreitern entstand, und hob sich nicht nur optisch, sondern auch klanglich deutlich von anderen Modellen ab.
Diese avantgardistische Gitarre wurde von Spitzenmusikern wie Elvis Presley und Keith Richards sowie in Japan von Shinji Tanimura und Shozo Ise geschätzt und hat zahlreiche legendäre Auftritte begleitet.
In diesem Sonderbeitrag richten wir den Fokus auf die DOVE, das Spitzenmodell der Gibson Square Shoulder-Serie, und blicken anhand von Fotos der Originalinstrumente aus unserem Bestand sorgfältig auf die Geschichte und die Entwicklung der Spezifikationen dieses Modells zurück. Das Potenzial, das im Square-Shoulder-Format steckt, und die für Gibson typische Ästhetik.
Werfen wir nun einen erneuten, eingehenden Blick auf die DOVE, die man als Krönung dieser Entwicklung bezeichnen kann.
Vintage Gibson DOVE Galerie
Wir stellen Ihnen die Vintage-DOVE-Modelle vor, die wir bisher in unserem Geschäft geführt haben.
Bitte beachten Sie, dass es sich teilweise um ältere Bilddaten handelt.
Gibson 1962 Dove Cherry Sunburst
Es handelt sich um ein Exemplar aus dem ersten Jahr, in dem die DOVE auf den Markt kam. Anhand der auf dem orangefarbenen Etikett aufgedruckten Seriennummer lässt sich das Herstellungsjahr bestimmen. Von der DOVE aus dem Jahr 1962 wurden nur 17 Stück ausgeliefert – weit weniger als die Gesamtzahl der originalen D-45- und SJ-200-Modelle. Es handelt sich also um ein seltenes Exemplar aus einem wertvollen Jahrgang, das nur äußerst selten auf den Markt kommt.
Das Design mit Taube und Blume auf dem Schlagbrett ist symbolisch für dieses Modell, doch bei diesem Exemplar sind am Stiel der Blume Dornen zu erkennen. Was es sich bei diesem Blumenmotiv überhaupt handelt, wurde offiziell nicht als „konkrete Blumenart“ benannt.
Es liegt nahe, das Design eher als abstrakte Blumenform denn als bestimmte Sorte zu betrachten, doch persönlich vermute ich, dass es sich um die Rosa acicularis (Wildrose) handelt. Diese besticht durch fünf rosafarbene Blütenblätter und gelbe Staubblätter, und ihr Stiel ist mit Dornen versehen.
Unter den bisher bestätigten Exemplaren gibt es einige mit einer Seriennummer aus dem Jahr 1962, bei denen diese Dornen im Design zu sehen sind; ab 1963 konnten sie bislang nicht mehr festgestellt werden. Da die Gravur von Hand gefertigt wird, lassen sich zudem individuelle Unterschiede feststellen, beispielsweise bei der Größe des Schnabels der Taube, der Anzahl der Federn, der Farbe der Blume sowie der Anordnung von Zweigen und Blättern.
Die Lackierung im ersten Verkaufsjahr der Dove-Modelle gilt als „Cherry Sunburst“, während die „Natural“-Farbe erst ab dem folgenden Jahr, 1963, ausgeliefert wurde.
Auch dieses Exemplar war ursprünglich in Cherry Sunburst gehalten, ist jedoch verblasst und sieht nun fast wie eine Natural-Ausführung aus. Dies ist zwar eine für Gibson-Flat-Top-Gitarren in Cherry Sunburst aus den Jahren 1963 bis 1966 typische Alterung,
habe ich noch nie ein Exemplar mit der Seriennummer von 1962 gesehen, das so stark verblasst ist. Bei genauerem Hinsehen erkennt man unten links am Korpus noch die ursprüngliche Cherry-Farbe, woran man sieht, dass die Farbe ursprünglich sehr intensiv war.
Sie strahlt eine Würde aus, die wohl schon viele Bühnen durchlaufen hat. Für ein Modell aus dem ersten Produktionsjahr ist dies ein beeindruckendes Exemplar.
Rosa acicularis
Gibson 1962 Dove Cherry Sunburst
Auch dieses Exemplar stammt aus dem ersten Jahr, in dem die Dove-Serie auf den Markt kam. Anhand des orangefarbenen Etiketts und der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer lässt sich das Herstellungsjahr bestimmen.
Im Vergleich zum vorherigen Exemplar fällt auf, dass der Cherry-Sunburst-Farbton hier deutlich erhalten geblieben ist.
Das Schlagbrett weist ein Design ohne Stacheln auf, und auch die Farbgebung der Blüten und Blätter sowie die Anordnung der Federn unterscheiden sich.
Auch die Tune-O-Matic-Brücke ist ein charakteristisches Merkmal dieses Modells.
Diese Spezifikation wurde erstmals 1961 bei der J-200 eingeführt. Der kraftvolle Klang des 16-Zoll-Korpus wird durch mechanische Nuancen ergänzt.
Das für Zargen und Boden verwendete gemaserte Ahornholz passt gut zur rötlichen Lackierung. Der damalige Listenpreis der Dove betrug 360 Dollar. Da die Hummingbird 265 Dollar kostete, war die Dove das Spitzenmodell unter den Square-Shoulder-Gitarren. Wenn man bedenkt, dass auch die J-200, das Spitzenmodell der Flat-Top-Gitarren, einen Ahornkorpus hat, lässt sich sagen, dass das prächtige Aussehen und der Klang von Ahornholz dem ästhetischen Anspruch von Gibson entsprachen.
Gibson 1963 Dove Cherry Sunburst
Die auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckte Seriennummer weist darauf hin, dass es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1963 handelt.
Das Cherry-Sunburst-Finish ist eine wahre Augenweide. Leider ist das orangefarbene Etikett abgefallen und fehlt, doch der Zustand ist hervorragend und lässt die über 60 Jahre nicht erkennen.
Eine kleine technische Änderung ist, dass die Stegplatte, ähnlich wie bei der Hummingbird, von einer einzigen Platte auf drei übereinanderliegende Platten umgestellt wurde.
Die Tune-O-Matic verfügt noch über die originalen Nylonsättel. Im Gegensatz zu E-Gitarren weist sie keine ABR-1-Prägung oder Patentnummer auf. Da wohl nur Gibson diese Brücke bei Akustikgitarren verwendete, war dies vielleicht auch nicht notwendig.
Auch der mitgelieferte Koffer gehört zu den hochwertigsten seiner Zeit. Es handelt sich um einen in den USA hergestellten Hartschalenkoffer der Firma Lifton. Die schwarze Außenhülle mit orangefarbenem Innenfutter ist charakteristisch für die 1960er Jahre. Im Gibson-Preisverzeichnis ist er unter der Artikelnummer „515 Faultless Case (Plush)“ mit einem Preis von 50 Dollar aufgeführt. Da die LG-0 damals 95 Dollar kostete, ist allein der Koffer schon sehr wertvoll.Zwischen den Metallbeschlägen des Griffs befindet sich ein Gibson-Emblem mit Stern, und auf der Innenseite des Koffers ist noch das Lifton-Emblem zu sehen. Die Aufschrift „BUILT LIKE A FAULTLESS“ (makellos verarbeitet) zeugt von großem Selbstvertrauen.
Gibson 1963 Dove Natural
Es handelt sich um ein Exemplar aus dem ersten Produktionsjahr in Naturfarbe. Das Herstellungsjahr lässt sich anhand des orangefarbenen Etiketts und der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer bestimmen. Nachdem 1962 die Auslieferung der DOVE-Modelle begann, startete im folgenden Jahr, 1963, die Auslieferung der Modelle in Naturfarbe. Im ersten Jahr wurden 29 Exemplare in Naturfarbe ausgeliefert. Es ist ein ebenso seltenes Exemplar wie die Modelle aus dem Jahr 1962.
Da für das Naturfinish – ähnlich wie bei der J-45 und J-50 – die Fichtendecke besonders sorgfältig ausgewählt werden musste, war es teurer als das Sunburst-Finish. Ab 1963 wurden die Preise für die J-45/J-50, Hummingbird und Dove jedoch vereinheitlicht (ab der zweiten Hälfte des Jahres 1960 entstanden wieder Preisunterschiede zwischen den einzelnen Modellen).Unter den Flat-Top-Gitarren im Jumbo-Format waren die Modelle J-200, SJ (Southern Jumbo) und SJN (Country Western) weiterhin die Modelle, bei denen die Natural-Finish-Version teurer war. Bei den SJ/SJN-Modellen glichen sich die Preise 1964 an (wobei es in der zweiten Jahreshälfte wieder zu Preisunterschieden kam), während bei der J-200 die Preisunterschiede auch nach 1970 bestehen blieben.
Neben der Lackierung ist auch die Truss-Rod-Abdeckung mit der Aufschrift „DOVE“ ein charakteristisches Merkmal. In der Anfangszeit wurde offenbar dieselbe Abdeckung wie bei der Hummingbird verwendet, doch vermutlich kam diese Truss-Rod-Abdeckung ab etwa 1963 zum Einsatz.
Gibson 1964 Dove Natural
Anhand des orangefarbenen Etiketts und der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer lässt sich feststellen, dass es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1964 handelt. Bei genauerem Vergleich der Exemplare aus der ersten Hälfte fallen individuelle Unterschiede auf.
Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die Korpusbreite dieses Exemplars mit 403 mm unter 16 Zoll liegt und somit etwa 5 mm schmaler ist als üblich. Auch die Korpusverjüngung ist mit 271 mm etwa 10 mm schmaler als üblich. Beim Vergleich fällt auf, dass der Korpus schlanker ist.
Außerdem ist die Brücke, auf der T.O.M. montiert ist, auf der Halsseite tief ausgefräst, und man erkennt, dass dieser Bereich mit einem „R“ gekennzeichnet ist. Auch 1963 war dort ein „R“ zu sehen.
Die Stegplatte hat nun eine sechseckige statt einer viereckigen Form und ist größer geworden.
Diese Spezifikationsänderung entspricht der der J-45.
Gibson 1965 Dove Cherry Sunburst
Aufgrund des orangefarbenen Etiketts und der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer handelt es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1964.
Wenn man die frühen Exemplare genauer vergleicht, fallen individuelle Unterschiede auf.
Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die Korpusbreite dieses Exemplars mit 403 mm unter 16 Zoll liegt und somit etwa 5 mm schmaler ist als üblich. Auch die Korpusverjüngung ist mit 271 mm etwa 10 mm schmaler als üblich. Beim Vergleich fällt auf, dass der Korpus schlanker ist.
Gibson 1965 Dove Natural
Anhand des orangefarbenen Etiketts und der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer lässt sich feststellen, dass es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1964 handelt.
Auch bei den ersten Exemplaren fallen bei genauerem Vergleich individuelle Unterschiede auf.
Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die Korpusbreite dieses Exemplars mit 403 mm unter 16 Zoll liegt und somit etwa 5 mm schmaler ist als üblich. Auch die Korpusverengung ist mit 271 mm etwa 10 mm schmaler als üblich. Beim Vergleich fällt auf, dass der Korpus schlanker ist.
Gibson 1966 Dove Natural
Aufgrund des orangefarbenen Etiketts, der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer und der Spezifikationen des Stegs handelt es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1966.
Als Mechaniken kommen Grover 102N zum Einsatz.
Der Mattglanz der Vernickelung und die milchflaschenförmigen Schaftabdeckungen mit eingraviertem Patentzeichen verleihen dem Instrument einen authentischen Vintage-Charakter.
Ab diesem Jahr wurden zwar zunehmend Grover-Mechaniken verwendet, doch auch die Kluson-Wafflebacks blieben weiterhin im Einsatz.
Gibson 1966 Dove Cutaway Custom
Aufgrund des orangefarbenen Etiketts und der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer handelt es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1966.
Es handelt sich um ein Dove-Cutaway-Modell, das man so gut wie nie zu Gesicht bekommt. Die Lackierung ist ein Tobacco Sunburst, wie er ab 1966 zu sehen ist – ebenfalls ein Finish, das man bei den Dove-Modellen der 1960er Jahre nicht findet.
Da zusätzlich zu dieser Farbe das Schlagbrett ein schlichtes Schildpatt-Muster aufweist,
wirkt die Gitarre auf den ersten Blick wie eine CF-100 in Jumbo-Größe,
ist auf dem für Dove typischen Steg ein Etikett mit der Signatur „Dove“ in Schreibschrift angebracht.
Auf der Abdeckung des Halsstabs steht der Schriftzug „CUSTOM“.
Gibson 1967 Dove Cherry Sunburst
Aufgrund des orangefarbenen Etiketts und der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer handelt es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1967.
Bei einem Modell aus dem Jahr 1967 würde man normalerweise ein helles, rotes Cherry-Sunburst-Finish erwarten, doch hier handelt es sich um das bis 1966 übliche, verblassende Cherry-Sunburst-Finish. Es harmoniert wunderbar mit der Cherry-Farbe der Seiten und des Bodens und vermittelt insgesamt einen schönen, prächtigen Eindruck. Die Mechaniken wurden zwar ausgetauscht, passen aber sehr gut zu den goldenen Teilen.
Gibson 1968 Dove Cherry Sunburst
Aufgrund des orangefarbenen Etiketts und der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer handelt es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1967.
Ein charakteristisches Merkmal dieses Jahres ist die veränderte Farbgebung des Cherry-Sunburst-Finishs auf der Korpusdecke: Es handelt sich nicht mehr um das leicht verblassende Cherry-Finish, sondern auch nach fast 60 Jahren ist noch immer ein leuchtendes Rot zu sehen.
Ein weiterer Unterschied ist die Art der Befestigung des Schlagbretts.
Wie bei der J-45 und der Hummingbird ist es mit Schrauben befestigt. Es gibt insgesamt fünf Schrauben.
Gibson 1968 Dove mit doppeltem Schlagbrett, Cherry Sunburst
Anhand des orangefarbenen Etiketts und der auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckten Seriennummer lässt sich feststellen, dass es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1968 handelt.
Die beiden auf der Korpusdecke angebrachten Schlagbretter sind sehr beeindruckend.
Wenn man von Gibsons Doppel-Pickguards spricht, sieht man – wenn auch bei einem anderen Modell – Bob Dylan auf der Bühne des Newport Folk Festivals 1965, wie er eine J-200 Sunburst mit Doppel-Pickguard spielt.
Darüber hinaus ist dies ein Premium-Modell, das aufgrund seines glanzvollen Aussehens auch bei Country-Musikern und in der Rockszene, beispielsweise bei den Everly Brothers, große Beliebtheit erlangte.
Auch das Doppel-Pickguard von Dav ist ein seltenes Exemplar.
Das dicke Pickguard im Schildpatt-Design ist mit der symbolträchtigen „Taube“ verziert, die aus glänzendem Perlmutt gefertigt ist,
und das Blumenmuster ist in Farben wie Rot und Grün gehalten – ein wunderschönes Design.
Zudem sind zwei dieser Picks auf beiden Seiten symmetrisch angeordnet und harmonieren perfekt miteinander.
In Kombination mit dem T.O.M.-Saitensatz ist dies ein Instrument voller Rock-Flair.
Gibson 1969 Dove Natural
Die auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckte Seriennummer weist darauf hin, dass es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1969 handelt.
Bis zu diesem Zeitpunkt gab es bei der Dove keine größeren Änderungen am Äußeren, doch ab diesem Jahr änderte sich die Ausführung der Brücke. Der Sattel wurde von T.O.M. auf einen verstellbaren Holzsattel umgestellt, der auch bei der J-45 und der Hummingbird verwendet wird. Die Tauben-Einlage auf der Brücke blieb unverändert, doch die runden Perlemuttpunkte sind verschwunden.Das Schlagbrett ist mit fünf Schrauben befestigt. Es besteht aus dem rötlichen Kunststoff, der seit 1964 bei der J-45 verwendet wird. Beim Gibson-Logo auf der Kopfplatte wurde der Punkt über dem „i“ weggelassen – ein Designmerkmal, das symbolisch für das Jahr 1969 steht. Auch die Sattelbreite von 43 mm zeigt, dass man vom für die späten 1960er Jahre typischen schmalen Hals zum regulären Hals übergegangen ist.
Elvis Presley, der als begeisterter Nutzer von Dove-Gitarren bekannt ist, spielte eine maßgefertigte Dove aus dem Jahr 1969, die ihm sein Vater Vernon Presley geschenkt hatte.Elvis Presley spielte diese Gitarre von 1971 bis 1975 auf zahlreichen Bühnen. Besonders das Bild, wie er sie 1973 bei dem legendären Konzert „Aloha from Hawaii“ in den Händen hielt, das weltweit per Satellit übertragen wurde, ist den Fans wohl noch lebhaft in Erinnerung.Und es gibt eine Anekdote, wonach er diese Gitarre 1975 während eines Auftritts in Asheville, North Carolina, einem Fan überreichte, als wolle er der Begeisterung des Publikums gerecht werden. Die Elvis Dove besticht durch ihr Design, das mit dem schwarzen Finish und den Namens-Inlays auf dem Griffbrett geradezu als Symbol für den „Rock ’n’ Roll“ wirkt, hat aber mit dieser Gitarre auch die originale Dove-Brücke aus Palisander gemeinsam.
Gibson 1969 Dove Natural
Die auf der Rückseite des Kopfes aufgedruckte Seriennummer weist darauf hin, dass es sich um ein Exemplar aus dem Jahr 1969 handelt.
Auch dieses Modell weist ähnliche Spezifikationen wie das vorherige auf, zeichnet sich jedoch durch einen Steg aus Ebenholz aus. Der Sattel hat eine Breite von 43 mm und ist ein regulärer Hals. Das „i“ im Gibson-Logo hat keinen Punkt. Ansonsten basieren die Spezifikationen auf denen der 1960er Jahre.
Da es sich um ein Jahr handelt, das eine Übergangsphase zu den Spezifikationen der 1970er Jahre darstellt,
- 3-teiliger Ahornhals
- Schaller-Mechaniken mit Gibson-Logo
- Schaller-Mechaniken (teilweise mit Gibson-Logo)
- eine Halsstababdeckung mit dem Schriftzug „DOVE“, die in der Mitte schwarz und außen weiß ist
sind ebenfalls zu finden.
Geschichte und Chronologie der Spezifikationsänderungen der Gibson Dove
*Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Daten lediglich als statistische Referenz betrachten würden.
Wenn Sie „irreguläre“ oder „spezielle“ Modelle „gesehen“ haben
bitte senden Sie uns Ihre Informationen an die unten angegebene E-Mail-Adresse.
E-Mail-Adresse: aco@tcgakki.com
z. Hd. Advance Guitars, Inoue
| Jahr | Thema |
| 1962 | Als Spitzenmodell der Gibson-Square-Shoulder-Serie „Hummingbird“ auf den Markt gebracht. |
| 1963 | Als Farbvariante kommt ein Naturfinish hinzu. 【Decke】: Fichte 【Sattel】: Tune-O-Matic, große oder normale Sattelstifte 【Korpusbreite】:ca. 408 mm (16,06 Zoll) 【Logo】Modern |
| 1964 | Je nach Exemplar scheint die Korpusbreite unter 16 Zoll zu liegen. ~ Hauptspezifikationen ~ |
| 1965 | Der Übergang zu schmaleren Hälsen und einem 14-Grad-Kopfwinkel ist bei Gibson-Gitarren üblich. |
| 1966 | Neben dem Waffleback von Kluson wird nun auch der Grover 102N verwendet. |
| 1967 | Die Cherry-Sunburst-Farbe ist ein stark rötliches Finish, das kaum verblasst. |
| 1968 | Bisher wiesen die Tune-O-Matic-Stimmmechaniken keine Herstellerangaben oder Patentmarkierungen auf, |
| 1969 | Ab 1969 beginnen sich, wie bei anderen Modellen auch, die Spezifikationen der 1970er Jahre zu vermischen. |
Autor dieses Artikels: Inoue (Geschäftsführer von Advance Guitars)
Bei TC Gakki zuständig für E-Gitarren und Akustikgitarren. Im Jahr 2023 war er an der Gründung des Akustikgitarren-Fachgeschäfts Advance Guitars beteiligt. Als Geschäftsführer hat er Erfahrung im Handel mit Sammlern und Musikern aus dem In- und Ausland. Er war maßgeblich an der Veröffentlichung des weltweit ersten SJ-Dokumentationsbands „GIBSON KING OF THE FLAT-TOPS“ beteiligt. Darüber hinaus verfasst er zahlreiche Kolumnen.
Ein Wort: „Ich halte die Dove für das Modell, das den Stil von Gibson in den 1960er Jahren am besten verkörpert. Die Verzierungen wie das Schlagbrett sind ein Design, das sich nicht an das Konzept einer Gitarre hält und auch heute noch begeistert. Auch Mechanismen wie die Tune-O-Matic sind hervorragend. Sie besitzt eine tiefgründige Faszination, die mich dazu motiviert, auch in Zukunft Informationen darüber zu aktualisieren.“
Qualifikationen und Leistungen: Seit 8 Jahren als Musikinstrumenten-Gutachter tätig , Mitarbeit als Autor und Redakteur für Magazine wie „Acoustic Guitar Magazine“
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