Ein Tone-Bender aus Holz von Gary Hurst – angeblich gibt’s davon nur etwa 10 Exemplare als Prototypen!
Der Tone-Bender ist ein Pedal, dessen Schaltung auf dem Gibson Maestro Fuzz-Tone basiert und aus drei Transistoren besteht.Auch heute noch werden unzählige Nachbildungen davon hergestellt, und es hat einen enormen Einfluss auf spätere Fuzz-Pedale und Ähnliches gehabt. Der Techniker Gary Hurst begann etwa im Sommer 1965 mit der Herstellung und dem Verkauf dieser Pedale. Die ersten Exemplare waren in einem Holzgehäuse untergebracht, das angeblich sein Bruder angefertigt hatte. Dabei handelte es sich um Prototypen; später wurde ein goldfarbenes, gefaltetes Stahlgehäuse verwendet.
Maße: 20 × 15 × 5 (cm)
Gewicht: ca. 275 g (für ein Pedal extrem leicht)
Material: Die Holzart ist unbekannt, aber die Maserung kommt gut zur Geltung und es ist sehr leicht – die Qualität ist allerdings nicht gerade so, dass man von einer edlen Hölzer-Optik sprechen könnte. Trotzdem hat es eine unglaubliche Präsenz! Zunächst war ich überrascht, wie perfekt die Maße des Gehäuses mit 20/15/5 (cm) zusammenpassen.Es ist unlackiert und hat keine Logos oder Ähnliches, sodass man die für Holz typische Wärme spürt. Das Gehäuse ist mit sogenannten Holznägeln zusammengefügt, und die Oberseite, an der die Teile montiert sind, lässt sich kaum im Detail begutachten, es sei denn, man nimmt das Gerät komplett auseinander. Deshalb war es ziemlich mühsam, Fotos vom Inneren zu machen. Der Batteriefachdeckel, der auch den Fußschalter umfasst, ist mit vier Holzschrauben befestigt; zum Wechseln der Batterien musst du diese vier Schrauben lösen und den Deckel öffnen.Auf der Rückseite des Batteriefachdeckels befindet sich eine Eisenplatte zur Verstärkung, die sich beim Ein- und Ausschalten des Schalters jedoch etwas lockert, sodass man nervös wird, ob sie nicht zerbrechen könnte. Ich habe schon Bilder gesehen, auf denen silberne Regler zu sehen waren, aber dieses Gerät ist mit schwarzen Kunststoffreglern ausgestattet. Die Oberfläche fühlt sich gut an und ist glatt poliert. Da das Gerät lediglich aus dünnem Holz zusammengebaut ist, wirkt es so zerbrechlich, als würde es jeden Moment zerbrechen, sodass man beim Umgang damit äußerst vorsichtig sein muss.
Die Lautstärke ist ziemlich hoch; der ATTACK-Regler (rechts) sorgt schon bei etwa 9 Uhr für ausreichend Verzerrung. Wenn man ihn weiter aufdreht, scheint sich der Verzerrungsgrad kaum noch zu ändern. Bei voller Einstellung kommt ein Fuzz-Sound heraus, der dir regelrecht ins Gehirn schießt. Besonders der Sound des vorderen Tonabnehmers ist süß und mild, und die authentischen, organischen Nuancen entführen den Spieler direkt in die Musikszene der 1960er Jahre.Sowohl Gain als auch Sustain sind reichlich vorhanden, und der sehr durchdringende, gateartige, knackige und charaktervolle Sound hat mich sehr beeindruckt.Ich habe schon zahlreiche MkI-Replika-Modelle ausprobiert, aber ich finde, dieser Sound hebt sich deutlich von dem ab, was ich bisher von ihnen kannte. Die Reaktion auf den Gitarren-Volume-Regler ist ebenfalls hervorragend, und der glockige Clean- bis Crunch-Sound bei zurückgedrehtem Volume ist einfach unübertroffen. Ich persönlich habe noch nie etwas Besseres erlebt!! (Da es sich um einen Germanium-Transistor handelt, habe ich übrigens festgestellt, dass der „Gate“-Effekt bei ziemlich niedrigen Temperaturen noch stärker wird.)
Die Kolumne von Sano, einem Mitarbeiter unseres Ladens, findest du hier.
Entstehungszeit: 1960er Jahre
Zubehör: keins
Ansprechpartner: Sano
*Die Garantiezeit beträgt 1 Monat ab Kaufdatum.
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