Ein Modell, von dem viele Pedal-Fans nicht wissen, ob sie es jemals in ihrem Leben zu Gesicht bekommen werden. Es ist der TONE BENDER MKI, von dem 1965 etwa 50 Stück produziert wurden!
Der Tone Bender ist ein Pedal, dessen Schaltung auf dem Gibson Maestro Fuzz-Tone basiert und aus drei Transistoren besteht. Auch heute noch werden unzählige Repliken davon hergestellt, und er hat spätere Fuzz-Pedale maßgeblich beeinflusst. Der Techniker Gary Hurst begann etwa im Sommer 1965 mit der Herstellung und dem Verkauf dieser Pedale. Die ersten Exemplare waren in einem Holzgehäuse untergebracht, das angeblich sein Bruder angefertigt hatte.Dabei handelte es sich um Prototypen; später kam ein goldfarbenes, zusammenklappbares Stahlgehäuse zum Einsatz. Die Produktion des MkI soll bis Dezember 1965 gelaufen sein. Es folgten der Mk2 und der Mk3 (Mk4), die unter anderem durch den Einsatz von Jimmy Page von Led Zeppelin berühmt wurden, sowie dazwischen der Mk1.5 mit zwei Transistoren.
Maße: 20,5 × 10,5 × 6 (einschließlich der Vorsprünge an der Unterseite / cm)
Gewicht: 970 g – es macht einen sehr soliden Eindruck. Material: Stahl → Beim Logo gibt es Varianten mit Instant-Lettering und Siebdruck.Bei diesem Gerät handelt es sich um die Siebdruck-Version. Die Konstruktion besteht aus gefaltetem Stahl. Die goldene Oberfläche wirkt edel, ebenso wie das Logo im Siebdruck-Stil. Das Gold ist nicht einfach nur flächig aufgetragen, sondern reflektiert das Licht funkelnd, wenn man den Blickwinkel ändert. Das erinnert an den Gold-Top-Lack einer Les Paul.Die Schrift „TONE BENDER“ ist hoch und etwas schmal. Links oben steht klein „SOLA SOUNDS LTD“. Das Gerät lässt sich abnehmen, wenn man die vier kleinen Schrauben an der Seite löst. Auf der Unterseite gibt es keine Gummifüße, stattdessen ragt das Gehäuse an vier Stellen rund hervor. Durch die massive und sehr solide Bauweise steht es stabil, egal wie stark man drauftritt, und ist so robust, dass es auch beim Herumrollen nicht kaputtgeht.
Schon bei „ATTACK“-Regler 0 ist der Klang verzerrt, und genau wie bei den Modellen mit Holzgehäuse nimmt die Verzerrung ab der 9-Uhr-Position schlagartig zu, danach gibt es kaum noch Unterschiede im Verzerrungsgrad.Insgesamt ist es ein milder, rundlicher High-Gain-Fuzz-Sound mit einem ausgeprägten Gate-Charakter. Wenn du die Gitarrenlautstärke zurückdrehst, klingt es eher wie ein milder Overdrive als wie ein glockenklarer Clean-Sound.
Der Verzerrungscharakter unterscheidet sich von der Version im Holzgehäuse – der Eindruck ist ein wilder Sound, der sich völlig von einer Replik unterscheidet.
Als Transistoren sind ein OC75 (Mullard) und zwei 2G381 (Texas Instruments) verbaut. Außerdem kommen Potis mit 500 kΩ (LEVEL) und 50 kΩ (ATTACK), IN/OUT-Buchsen von CLIFF, der schwarze, robuste A337 von HUNTS, Kondensatoren von WIMA (25/15, 0,01/400) sowie Widerstände von Allen Bradley zum Einsatz. Der Batterieanschluss wurde ausgetauscht. An den Lötstellen sind außerdem einige kleinere Nachbesserungen zu erkennen.
Die Kolumne von Sano, einem Mitarbeiter unseres Shops, findest du hier.
Baujahr: 1965
Zubehör: keins
Ansprechpartner: Sano
*Die Garantiezeit beträgt 1 Monat ab Kaufdatum.
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