„Dass es noch existiert, ist an sich schon ein Wunder. “
Eine Posaune von Robert Schopper aus den 1910er Jahren.
[Übersicht]
Von Robert Schopper gefertigte Tenor-Bass-Posaune. 232 mm großes Goldmessing-Schallstück. Zierringe: Goldmessing. Unlackiert. Bohrung: 13,2 mm, F-Rohr-Bohrung: 14,1 mm. Innenrohr des Zuges aus Goldmessing, Zugschläuche aus Neusilber (oberflächenverchromt).Inklusive Hartschalenkoffer (nicht original). Hergestellt in den 1910er Jahren.
[Zustand]
Derzeit sind keine auffälligen Kratzer oder Dellen vorhanden, es sind jedoch vereinzelt Spuren früherer Ausbesserungen von Dellen zu sehen. Da die Vertiefung der Drehventilkappe die Drehachse behindert, wurde eine kleine Scheibe dazwischen gelegt. (Die Funktion der Drehventile selbst ist davon nicht beeinträchtigt.) Der Innenschieber wurde neu verchromt und ist spielbereit. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Mechanik nicht so leichtgängig ist wie bei modernen Posaunen.(Eine Seite der Querstange des Außenschiebers ist nicht befestigt.)
[Merkmale]
Robert Schopper wurde 1859 in Adorf in Sachsen geboren.
Er bildete sich unter Penzel, Zeche, Hillsbrunner und F.A. Heckel weiter und gründete 1888 in Leipzig seine eigene Werkstatt. Später erhielt er den Titel eines Hoflieferanten und war einer der damals hochgeschätzten Meister seines Fachs.
Bei diesem Instrument handelt es sich um eine Tenor-Bass-Posaune, die in den 1910er Jahren, als Schopper auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft stand, gefertigt wurde.
Die Gravur mit der Krone und das Design, das noch Spuren der Handarbeit aufweist, lassen erkennen, dass es sich um ein hochwertiges Eigenprodukt jener Zeit handelt.
Durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg wurde die Werkstatt zerstört. Es sind nur noch sehr wenige Exemplare erhalten. Insbesondere die Tatsache, dass die Posaune ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt hat, macht sie äußerst wertvoll.
Da dieses Instrument mehr als hundert Jahre alt ist, unterscheiden sich das Gewicht des Zuges und die Handhabung von modernen Konstruktionen; es handelt sich nicht um ein Instrument, bei dem Leichtigkeit im Vordergrund steht. Andererseits wurde es in der Vergangenheit von mehreren professionellen Musikern probespielt und erhielt hohe Bewertungen hinsichtlich der Klangqualität und der Tiefe des Tons. Was die Handhabung angeht, unterscheidet es sich zwar von modernen Instrumenten, doch es ist ein Instrument, das gerade jenen Musikern gerecht wird, die seine Eigenschaften verstehen und sich darauf einlassen können.
Und noch etwas: Dieses Instrument besitzt zudem einen dokumentarischen Wert, der von der Blütezeit des deutschen Blasinstrumentenbaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeugt. Konstruktionsphilosophie, Verarbeitungstechnik, Materialauswahl, Stempelstil – es vereint sowohl praktische als auch historische Aspekte.
Es ist ein Instrument, das wir gerne an jemanden weitergeben möchten, der diesen Wert zu schätzen weiß.
*Bitte beachten Sie, dass wir bei diesem Artikel keine Rückgabe oder Umtausch akzeptieren, außer bei defekten Produkten.