„Eine vollendete Form erklingt noch immer.“
CONN 88HR
[Übersicht]
C.G. Cone Tenor-Bass-Posaune mit breitem Rohr. 8,5-Zoll-Rohrglocke aus doppeltem Rosenmessing. 13,89 mm Zugbohrung. Schmaler Zug. Außenzug: Goldmessing. Zugendkrümmung: Neusilber. Rotationsmechanik mit Schnurzug.Mundstückaufnahme mit konischem Schaft (*). Lackierung: „ “. Baujahr 1976. Zubehör: Original-Hartschalenkoffer (defekte Schließe am linken Schlüsselloch / lässt sich öffnen und schließen)
* Bei der Herstellung handelte es sich um ein Exemplar mit Remington-Schaft, das jedoch auf einen konischen Schaft umgeschliffen wurde.
[Zustand]
Kleine Dellen an Glockenkörper und Glockenauslauf > bereits ausgebessert. Lackablösungen an Schwanenhals, um den Sicherungsring und am Schiebezylinder. Kleine, flache Delle am Außenschieber > bereits ausgebessert. Alle Dichtungen ausgetauscht, Rotationsmechanismus zerlegt und gereinigt, alle Teile gewartet.
[Besonderheiten & Reize]
Das 88HR – der historische Höhepunkt der von C.G. Conn entwickelten Tenor-Posaunen mit dickem Rohr.
Seit den 1960er Jahren wurden das Design und der Klang dieses Modells als eine Art „vollendete Form“ weitergeführt.
Heutzutage gibt es nicht mehr viele Spieler, die dieses 88HR als Hauptinstrument nutzen.
Dennoch leben seine Philosophie und sein Klang als „Maßstab“ weiter.
Zahlreiche Instrumentenbauer haben dieses Design als Ausgangspunkt für ihre eigenen Modelle genutzt und so die Wegbereiter der heutigen Meisterinstrumente geschaffen.
Das Rosé-Messing-Schallbecher sorgt für einen tiefen, weichen Klang, der weit trägt.
Es ist nicht bloß die Fülle, sondern die Art, wie der Klang sich luftig ausbreitet und dabei seine Dichte bewahrt –
Dieser einzigartige Klang ist ein unvergleichlicher Reiz.
Das von Conn bei der Markteinführung gepriesene „Airfloat“-Gefühl –
das geschmeidige und natürliche Spielgefühl – lebt auch heute noch als das Wesen dieses Instruments weiter.
Der Klang dringt nach vorne, ohne dass man ihn krampfhaft hervorbringen muss. Dieses Gefühl vermittelt es.
Der Klangcharakter steht im Kontrast zu dem von Vincent Bach.
Während Bach mit Kontur und Durchschlagskraft überzeugt, füllt Conn den Raum mit einem einhüllenden Klang und einer großzügigen Klangfülle.
Dieses Instrument stammt aus dem Jahr 1976.
Der Mundstückansatz wurde zu einem konischen Schaft bearbeitet, doch die für Conn typische Klangessenz ist nach wie vor intakt.
Es ist nicht nur ein Vintage-Instrument, sondern ein Instrument, mit dem man einen Klang erleben kann, der „als Maßstab bestehen bleibt“.