„Employee“ bedeutet „Mitarbeiter“ und steht, wie der Name schon sagt, für ein Modell, das von einem Mitarbeiter der Firma MARTIN für sich selbst gefertigt wurde.
Da die Employee die Vorlieben des Herstellers widerspiegelt, weist sie zahlreiche einzigartige Merkmale auf, die bei regulären Modellen nicht zu finden sind. Wir vermuten zudem, dass bei der Herstellung auch das Holz sorgfältig ausgewählt wurde.
Die Gravur „D-28“ auf dem Halsblock lässt darauf schließen, dass dieses Instrument in Anlehnung an die D-28 gefertigt wurde. Es gibt zwar keine eingravierte Seriennummer, doch lässt sich anhand des verwendeten Holzes vermuten, dass es sich um ein Exemplar aus den 60er Jahren handelt.
Wenn man durch das Schallloch auf die mittlere Bodenverstrebung blickt, sieht man bei anderen Modellen die Brandmarke „C.F.Martin.Co NAZAREETH PA, MADE IN USA“, die bei diesem Instrument jedoch fehlt. Ich vermute daher, dass dieser Arbeitsschritt weggelassen wurde, um stattdessen mehr Zeit und Mühe in die Montage zu investieren.
– Brasilianisches Palisanderholz mit wunderschöner gerader Maserung
Für Zargen und Boden wurde brasilianisches Palisanderholz verwendet, dessen feine Maserung ins Auge fällt. Da auch für die Zargen brasilianisches Palisanderholz mit einem schönen, feinen Streifenmuster verwendet wurde, lässt sich erkennen, dass hochwertiges Holz ausgewählt wurde. Die Einfassung besteht aus dreifach gewickeltem Zellstoff.
– Mittelstreifen
Für den Mittelstreifen, der die Mitte des brasilianischen Palisanders auf der Rückseite ziert, wurde das sogenannte Schachbrettmuster gewählt. Dieses Muster wurde ab 1947 anstelle des Zickzackmusters eingeführt.
– Zu einem honigfarbenen Ton gealterte Fichte
Für die Decke wurde Fichte verwendet, die Einfassung besteht aus 6-lagigem Zelluloid, und die Rosette, die das Schallloch ziert, weist wie bei der herkömmlichen D-28 drei Ringe auf. Da das Material der Einfassung ab 1966 von Ivoroid zu Voltalon gewechselt wurde und dieses Instrument ebenfalls eine Voltalon-Einfassung aufweist, wird es auf das Baujahr 1966 datiert.
– Pickguard im Schildpatt-Muster, das im Originalzustand erhalten geblieben ist
Seit 1934, als die D-28 mit 14-Bund-Spezifikation auf den Markt kam, ist ein Pickguard im Schildpatt-Design Standardausstattung, doch im Laufe der Zeit änderten sich Form und Farbton. Bis etwa 1940 wies das hintere Ende des Schlagbretts einen sanften Bogen auf, während es ab etwa 1950 eine eher flache Form annahm. Ein dunkles Schildpattmuster wie bei diesem Instrument findet man vor allem bei Exemplaren aus den 1960er Jahren.
– Tiefschwarzes Ebenholz und Punktmarkierungen
Für das Griffbrett wurde Ebenholz verwendet und es ist mit Positionsmarkierungen aus Perlmutt versehen, wobei die Markierung am 7. Bund besonders hervorsticht. Bei der D-28 sind standardmäßig zwei Punkte angebracht, doch hier ist die Größe von Bedeutung. Während bis 1945 kleine Punktmarkierungen verwendet wurden, wurden diese ab 1946 durch größere ersetzt, und diese Spezifikation wurde später zur Standardspezifikation der D-28.
– Der Steg als Hinweis auf das Baujahr
Der Steg, der wie das Griffbrett aus Ebenholz gefertigt ist, ist mit einem kurzen Sattel ausgestattet. Bis 1964 wurden lange Sättel verwendet, und allein anhand der Informationen über die 6-lagige Einfassung und den karierten Mittelstreifen auf der Rückseite lässt sich das Baujahr nicht bestimmen, da lange Sättel auch danach noch verwendet wurden. Da die bei diesem Instrument verwendeten kurzen Saitenreiter ab 1965 zum Einsatz kamen, lässt sich vermuten, dass das Instrument aus der Zeit nach 1965 stammt.
– Dicker Halsprofil
Ich habe den Griff des Mahagonihalses mit dem der D-28 aus der ersten und zweiten Hälfte der 60er Jahre verglichen: Während diese ein relativ flaches V-Profil (mit individuellen Abweichungen) aufweisen, verfügt dieses Instrument über ein dickes, sanftes V-Profil. Wahrscheinlich hat der Hersteller diese Form gewählt, weil er selbst eine dickere Form bevorzugte.
– Breite, abgerundete Kopfplatte
Der Kopf, der mit brasilianischem Palisander furniert ist, weist keine C.F. Martin-Aufkleber auf. Dies ist eine einzigartige Besonderheit, die möglicherweise vom Hersteller beabsichtigt war.
– Stimmmechaniken mit PAT-Prägung
Ab 1958 änderte sich die Ausstattung von den KLUSON-Mechaniken mit geschirmter Rückseite zu den GROVER-Rotomatic-Mechaniken. Ab der zweiten Hälfte der 60er Jahre ist charakteristisch, dass die Unterlegscheiben, wie bei diesem Instrument, eine Nummer größer wurden.
[Spezifikationen/Mitgelieferter Koffer] Decke: Fichte RÜCKSEITE/SEITEN: Brasilianisches Palisanderholz Griffbrett/Steg: Ebenholz HALS: Mahagoni Sattelbreite: 43 mm Mensur: 646 mm KOFFER: Nicht originaler Hartschalenkoffer
[Reparatur- und Bearbeitungshistorie / ausgetauschte Teile / äußerer Zustand usw.] *Da es sich um einen Gebraucht- bzw. Vintage-Artikel handelt, beziehen sich diese Informationen auf den Zustand, der bei der Prüfung in unserem Geschäft festgestellt wurde. Bitte beachten Sie dies im Voraus. - Der Zustand entspricht dem Alter des Artikels und weist Kratzer, Dellen und Abnutzungsspuren auf. - Die Oberseite wurde neu lackiert. - Unten rechts am SH befindet sich eine Rissreparatur (mit Flicken verstärkt). - Auf der Rückseite des Korpus, links an der Einbuchtung, ist die Lackierung abgeblättert. - Auf der Rückseite des Kopfes, vom Volute rechts bis zum oberen Teil der 6. Stimmmechanik, befindet sich eine Rissreparatur. - Die Rückseite des Kopfes wurde im Zuge der Rissreparatur neu lackiert. - Auf der Rückseite des Korpus ist oberhalb des Mittelstreifens eine Neulackierung vorhanden. - Auf der Rückseite des Halses sind Lackablösungen aufgrund von Lackaufweichung vorhanden. - Es gibt Anzeichen dafür, dass der Hals neu ausgerichtet wurde. - Sattel und Stegstifte wurden durch Elfenbein ersetzt.
[Spielzustand] - Saitenhöhe am 12. Bund: 6. Saite 2,4 mm, 1. Saite 2,1 mm - Sattelhöhe: ca. 1,0 mm - Die Sattelhöhe ist zwar gering, das Spielgefühl ist jedoch angenehm.
*Kommissionsverkauf [Garantie] Da es sich um einen Kommissionsartikel handelt, wird keine Garantie von unserem Geschäft gewährt. Selbstverständlich stehen wir Ihnen nach dem Kauf auf Wunsch für Anpassungen, Reparaturen usw. (kostenpflichtig) zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass der Testversand-Service hier nicht in Anspruch genommen werden kann. (Keine Rückgabe möglich)
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