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Beschreibung
Gibson / J-45, Baujahr 1958
Ein Exemplar aus dem Jahr 1958, wie aus der Factory Order Number (FON) hervorgeht. Auf der Rückseite des Korpus ist auf der Rissverhinderung die Aufschrift „J-45 ADJ BRIDGE“ zu erkennen.
Die verstellbare Stegeinstellung wurde ab 1956 als Option angeboten. Zu Beginn hatte sie einen einzigartigen Stil mit großen Einstellknöpfen für die Saitenhöhe an beiden Seiten der Brücke (wie bei der J160E). Doch schon bald wurde auf eine verstellbare Brücke mit Aluminiumbasis umgestellt. In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre änderte sich das Erscheinungsbild zudem schlagartig und wurde auf eine Kombination aus reinweißen Keramiksätteln und großen Schrauben umgestellt.
Das Jahr 1958 war das erste Jahr, in dem die Auslieferungszahlen der Modelle mit verstellbarer Brücke erstmals die der Modelle mit geraden Saitenreitern überstiegen, was deutlich macht, dass sich der Standard der J-45 zu dieser Zeit veränderte. Ein Mechanismus, der eine einfache Einstellung der Saitenhöhe ohne Abschleifen der Saiten ermöglicht, war wohl schon damals innovativ. Ob es nun die Erfindung des verstellbaren Halsstabs war oder nicht – Gibson schafft von Zeit zu Zeit solche historischen Errungenschaften. Es ist sehr bewegend, wenn man bedenkt, dass dies nicht nur die Einstellbarkeit betraf, sondern auch einen großen Einfluss auf den Klang hatte und damit zum Sound der Songs von Donovan und Takuro Yoshida beitrug. Da bei diesem Exemplar Ersatzteile verwendet wurden, entspricht es den Spezifikationen der 1960er Jahre.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal dieses Exemplars ist die Lackierung. Der Sunburst auf der Korpusdecke hat durch Verblassen und Alterung ein Finish angenommen, das einem Honey Sunburst ähnelt. Dies ist ein typisches Merkmal der Lackierung, wie sie um 1960 zu finden war.
Das würde eigentlich nicht zum Titel „FON“ passen, doch der entscheidende Hinweis ist die Prägung „2“ auf der Rückseite des Kopfes. Diese weist darauf hin, dass es sich um ein B-Stück handelt, das bei äußerlichen Mängeln oder Ähnlichem so gekennzeichnet wird.
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist die Form des Halses. Um 1958 war die Form eher dick, doch dieses Exemplar hat einen relativ dünnen Hals. Als Referenz dient Folgendes:
Ein anderes Exemplar aus dem Jahr 1958 Halsstärke im Bereich des 1. bis 2. Bundes: 23,3 mm Halsdicke im Bereich des 4. bis 5. Bundes: 24,5 mm
Ein anderes Exemplar aus dem Jahr 1960 Halsdicke im Bereich des 1. bis 2. Bundes: 20,0 mm Halsdicke im Bereich des 4. bis 5. Bundes: 21,0 mm
Dieses Exemplar Halsdicke im Bereich des 1. bis 2. Bundes: 20,6 mm Halsdicke im Bereich des 4. bis 5. Bundes: 20,9 mm
Aus diesen Gründen ist anzunehmen, dass das Instrument zwar vermutlich 1958 hergestellt wurde, es jedoch aufgrund von Problemen um 1960 herum zu einer Überarbeitung des Halses und der Lackierung kam. Allerdings sind auf der Rückseite des Korpus noch rötliche Farbreste zu sehen, was ein Merkmal des Cherry-Sunburst-Lacks ab 1961 ist, was sehr rätselhaft ist. Da sich hieraus verschiedene Vermutungen anstellen lassen, ist dies ein äußerst interessantes Exemplar.
Es gibt keinerlei Probleme, sie als Vintage-Gitarre zu verwenden. Ich denke sogar, dass es ein Vorteil ist, sie zusammen mit dieser Geschichte genießen zu können.
[Spezifikationen/Mitgelieferter Koffer] DECKE: Fichte RÜCKSEITE/SEITEN: Mahagoni GRIFFBRETT/STEG: Palisander HALS: Mahagoni Sattelbreite: 42,8 mm MENZUR: 628 mm KOFFER: Nicht originaler Hartschalenkoffer (Gibson)
[Zustand] - Saitenhöhe am 12. Bund: 2,2 mm (6. Saite), 1,7 mm (1. Saite) - Dank des verstellbaren Sattels lässt sich die Saitenhöhe nach Belieben einstellen. - Risse im Schlagbrett oben links und unten links wurden repariert (geklebt/verstärkt) - Sattel, Stegstifte, Endknopf und Stegplatte wurden ausgetauscht - Am Halsfuß ist ein Gurtpin angebracht - Der Endknopf wurde vergrößert
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