Die Geschichte der PU und die Marken, die sie prägen

Der Marktführer für Ersatz-Tonabnehmer

Die Spuren von Larry DiMaggio

Wenn man die Geschichte der Ersatz-Tonabnehmer für E-Gitarren zurückverfolgt, stößt man auf eine bestimmte Person.

Es ist Larry DiMaggio.

„DiMaggio?“ Ja, genau der DiMaggio, von dem Sie sicher schon einmal gehört haben. Wer schon einmal einen Tonabnehmer ausgetauscht hat, weiß die Größe dieser Marke nur zu gut.

Die schicksalhafte Begegnung mit Bill Lawrence

Die Karriere von Larry DiMaggio (im Folgenden „Larry“), der sozusagen das Konzept der Ersatz-Tonabnehmer begründete, nahm richtig Fahrt auf, als er von 1972 bis 1973 begann, in Bill Lawrences Laden zu arbeiten.Larry hatte zwar schon zuvor in einer Gitarrenwerkstatt in New York Verkabelungsarbeiten durchgeführt, spürte jedoch, dass seine Fähigkeiten an ihre Grenzen stießen. Also suchte er Bill Lawrence mit zwei selbstgebauten Tonabnehmern auf. Bill erkannte Larrys Talent und sagte: „Wenn ich dich nicht einstelle, wirst du wohl mein Konkurrent.“ So begann Larry, bei Bill zu arbeiten.

Von Bill lernte Larry flexibles Denken und herausragende Technik. Besonders prägte ihn Bills Experimentierfreude, die die damaligen Konventionen auf den Kopf stellte. In einer Zeit, in der Alnico-Magnete für Tonabnehmer als selbstverständlich galten, lotete Bill die Möglichkeiten verschiedener Magnetarten aus, darunter auch Keramikmagnete, wie sie in Verstärkern verwendet wurden.

(Auszug aus der DiMarzio-Website)

Während seiner Arbeit bei Bill Lawrence sah Larry häufig, wie die Front-Tonabnehmer von Telecasters und anderen Instrumenten, die zur Reparatur gebracht wurden, durch Gibsons Mini-Humbucker oder Ähnliches ausgetauscht wurden. Für Larry, der alte, schöne Instrumente liebte, war das Fräsen von Aussparungen in den Korpus unerträglich. Da kam ihm die bahnbrechende Idee von Ersatz-Tonabnehmern, die ohne Erweiterung der Aussparung eingebaut werden konnten.Gestützt auf das Wissen und die Technik von Bill Lawrence setzte Larry diese Idee in die Tat um.

Die Gründung von DiMarzio und der erste Schritt zum Erfolg

Und so wurde 1975 die Firma DiMarzio gegründet. Larry wagte den Sprung auf eine Messe in Washington mit nur minimalem Gepäck: einer Gitarre, einem Koffer voller Tonabnehmer und einer Preisliste.

Der Klang der Tonabnehmer, den er dort vorführte, beeindruckte die Menschen zutiefst und löste eine Resonanz aus, die alle Erwartungen übertraf.

Auf der NAMM-Messe im selben Jahr erzielte er Umsätze und Bestellungen, die ihn in seiner Überzeugung bestärkten: „Das wird funktionieren!“

Hiermit begann die Geschichte von DiMarzio, wie Sie sie kennen

(Auszug aus der DiMarzio-Website)

(Auszug aus der DiMarzio-Website)

Der Durchbruch des „Super Distortion“ und die Etablierung der Marke

Übrigens wurden auf der NAMM-Messe zunächst drei Pickup-Modelle vorgestellt, die auch heute noch im Sortiment sind: „Super Distortion“, „FS-1“ und „PRE B-1“.

Insbesondere der „Super Distortion“, der sich bis heute großer Beliebtheit erfreut, nutzte Ferritmagnete und erzielte durch die Verwendung dünnerer Drähte als bei Gibson-Tonabnehmern eine höhere Windungszahl.

Dadurch wurde ein kraftvoller Sound erzielt, der mit herkömmlichen Gibson-Tonabnehmern nicht möglich war. Er passte perfekt zur damaligen Rockmusikszene und erlangte im Handumdrehen große Popularität. Darüber hinaus lieferte DiMarzio aktiv als OEM-Lieferant an verschiedene Gitarrenhersteller und steigerte so seinen Bekanntheitsgrad sprunghaft.

Später wurde auch der „Dual Sound“, ein 4-adriges Modell des Super Distortion, auf den Markt gebracht.

Namhafte Künstler wie Eddie Van Halen, Ace Frehley von KISS und Carlos Santana verwendeten Dimarzio-Tonabnehmer und festigten damit deren unerschütterliche Popularität.

Die Gegenwart und Zukunft von DiMarzio

Dimarzio-Tonabnehmer verfügen auch heute noch über ein umfangreiches Sortiment und umfassen zahlreiche Signature-Modelle von Künstlern.

Dies ist wohl ein Beweis dafür, dass die Marke nicht nur den Endverbraucher, sondern auch die Verbindung zu den Künstlern sehr schätzt.

Hätte es Larry DiMaggio nicht gegeben, wären vielleicht einige Songs nie entstanden.