Die Geschichte von PU und die Marken, die sie prägen
Don Lace „Lace“
Ein Mann, der sich mit einzigartiger Perspektive dem Noise-Genre stellte: Don Lace
Haben Sie schon einmal den charakteristischen Tonabnehmer gesehen, bei dem die Polstücke nicht an der Oberseite hervorstehen und der in Eric Claptons Signature-Modell verbaut war? Genau dieser Tonabnehmer ist der Lace Sensor.
Der Weg zur Entwicklung des Tonabnehmers
Der Entwickler des Race-Sensors war Don Race Senior.
Don Race Senior arbeitete seit 1967 mit Fender zusammen und war dort unter anderem mit der Verbesserung des Lautsprecherdesigns für Verstärker, als Berater sowie mit der Lösung von Problemen im Zusammenhang mit Tonabnehmern betraut.
Im Jahr 1979 gründete er dann die Firma „Actdine General International (AGI)“ und begann ernsthaft mit der Entwicklung von Tonabnehmern.
Zu Beginn stellte AGI in der heimischen Garage zusammen mit seinen beiden Söhnen, Don Race Jr. und Jeff Jr., Solenoid-Komponenten her.
Da bei der Herstellung der Solenoide häufig Probleme mit den Spulen auftraten, konsultierte Don Race Leo Fender und Don Randall.
Da auch Fender mit Rückgaben von Tonabnehmern zu kämpfen hatte, kam es zu einer Zusammenarbeit, in der er sich an Don Race wandte.
Gleichzeitig war Fender auf der Suche nach rauscharmen Tonabnehmern, und so fiel die Wahl auf Don Race.
(Auszug aus der Website)
Ein anderer Ansatz als bei anderen Single-Coil-Tonabnehmern
Don Race entwickelte einen Tonabnehmer mit einer Spule, die als „Microtrick-Kamm“ bezeichnet wurde und deren Oberseite wie ein Kamm mit 36 Zinken geformt war.
Dieser „Micro-Trick-Kamm“ kann mehr Informationen aus den Saitenschwingungen lesen als ein herkömmlicher Single-Coil-Tonabnehmer.
Da die Spule mit weniger Windungen als üblich gefertigt werden konnte, gelang es, das Rauschen zu reduzieren.
Dies ist der berühmte Race-Sensor.
Der Race-Sensor besticht durch seine innovative Konstruktion, die gleichzeitig das Prinzip der Fender-Single-Coils einbezieht, sowie durch sein modernes, polstückfreies Aussehen, was Fender so sehr gefiel, dass zwischen 1986 und 1996 ein zehnjähriger Exklusivvertrag mit Fender geschlossen wurde.
Die in dieser Zeit hergestellten Race Sensors tragen auf der Oberseite des Tonabnehmers die Aufschrift „Fender Race Sensor“.
Ein weiterer wichtiger Akteur
Und es gibt eine Person, die für die Einführung von Race bei Fender unverzichtbar war. Das ist Seth Lover, der auch für die Entwicklung des „P.A.F.“ bekannt ist. Seth Lover arbeitete seit 1967 bei Fender und entwickelte unter anderem den „Wide Range Humbucker“.
Die Gitarre, auf der Race seine Race-Sensor-Experimente durchführte, war eine Originalgitarre aus dem Besitz von Seth Lover. Dass Seth von dem Tonabnehmer beeindruckt war, war einer der Auslöser dafür, dass Race bei Fender-Gitarren zum Einsatz kam.
Der so entstandene Race-Sensor wurde von vielen Künstlern wie Eric Clapton und Jeff Beck verwendet und erlangte schlagartig große Bekanntheit.
Die Innovationen von Race
1992 verstarb Don Race Senior, doch seine beiden Söhne führten das Unternehmen Race weiter. Seitdem haben sie die Spulen der Tonabnehmer um 95 % reduziert und entwickeln weiterhin Produkte wie den „Trans-Sensor“ und den „Alumitone“, die trotz ihrer passiven Bauweise eine niedrige Impedanz aufweisen und bis heute auf dem neuesten Stand der Technik sind.
