Aria ProII Geschichte

Die Abstammung von PE nachzeichnen, die Seele von Aria Pro II

Ende der 1970er-Jahre lieferten sich japanische Gitarrenhersteller einen erbitterten Wettstreit um die originellsten Instrumente. Während legendäre Modelle wie Yamahas „SG“ und Grecos „GO“ Schlag auf Schlag produziert wurden, investierte Aria Pro II all ihre Technologie und Leidenschaft in die Entwicklung einer Gitarre, die später selbst zur Ikone der Marke werden sollte. Ihr Name war „PE (Pro Electric)“.

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte und dem besonderen Reiz der Aria Pro II PE, einem Meisterwerk japanischer Originalmodelle, das bis heute von vielen Gitarristen geschätzt wird.

Das erste Flaggschiffmodell besitzt eine Schönheit, die an ein Kunstwerk erinnert.
"PE-1500"

Im Jahr 1977 wurde das Flaggschiffmodell „PE-1500“ als Ursprung der PE-Serie vorgestellt und verkörperte das Engagement und die Expertise von Arai Trading und Matsumoku Industries.

Unter Berücksichtigung des traditionellen Stils von E-Gitarren hat sich ihr Design auf einzigartige Weise weiterentwickelt und verkörpert so wahre funktionale Schönheit. Decke und Boden des Korpus weisen ein elegant gewölbtes „Curved Top“-Design auf. Bemerkenswert ist, dass selbst das Bedienfeld auf der Rückseite aus demselben Holz wie der Korpus gefertigt ist, was mit seiner nahtlos ineinander übergehenden Holzmaserung eine unglaubliche Liebe zum Detail beweist.

Der Halsansatz ist nahtlos und ohne Absatz gestaltet, was die Bespielbarkeit in den höheren Lagen deutlich verbessert. Zusammen mit dem komfortabel gewölbten Korpus ermöglicht dies ein völlig entspanntes Spielgefühl. Das an antike Möbel erinnernde Finish in Antikbraun verleiht der Gitarre zusätzliche Eleganz und Raffinesse.

Weltklasse-Komponenten und ein „Versprechen“ mit DiMarzio.

Bei der PE-1500 wurden in puncto Bauteile keinerlei Kompromisse eingegangen. Sie verfügt über äußerst zuverlässige Grover-Mechaniken und eine originale „Supermatic“-Brücke.

 

Und für den Tonabnehmer, das Herzstück der Gitarre, wurde der „Super Distortion“-Tonabnehmer von DiMarzio ausgewählt, einem Unternehmen, das zu dieser Zeit weltweit als Hersteller von Ersatztonabnehmern an Bedeutung gewann.

 


Hinter dieser Übernahme stand das geschickte Verhandlungsgeschick von Arai Trading. Arai Trading hatte damals erfahren, dass eine unbekannte asiatische Marke preiswerte Gitarren mit DiMarzio-Tonabnehmern verkaufte, und versprach DiMarzio, dass die Tonabnehmer nicht einzeln verkauft, sondern stets in fertige Gitarren eingebaut würden. Dies führte zu einer stabilen Versorgung mit Tonabnehmern und einer Kostenreduzierung.

Dank dieser Strategie erlangten Aria-Gitarren, darunter auch die PE-Serie, durch den Einsatz von DiMarzio-Tonabnehmern einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, was maßgeblich zur Steigerung des Bekanntheitsgrades von DiMarzio beitrug. Interessanterweise soll Larry DiMarzio selbst nicht erfreut darüber gewesen sein, dass die Tonabnehmer seiner Firma sogar in günstigen Modellen verbaut wurden.

Die Welt des PE erweitern und ein einzigartig japanischer Ansatz

Nach dem Erfolg der PE-1500 wurde die Modellreihe im Folgejahr 1978 um die Modelle „PE-1000“, „PE-800“ und „PE-600“ erweitert. Besonders hervorzuheben ist die „PE-1000U“, die in einer limitierten Auflage von nur 78 Stück gefertigt wurde. Dieses Modell mit seinem lackierten Korpus war ein wahrhaft einzigartiges japanisches Meisterwerk, das traditionelle japanische Handwerkskunst mit der Technik der E-Gitarre verband.

Darüber hinaus wurde 1980 die „PE-1000GC“ herausgebracht, ein Signature-Modell für Jerry Cott (Gitarrist der Boomtown Rats) mit einer auffälligen metallisch-blauen Lackierung, was bewies, dass die PE-Serie eine Gitarre war, die auch im professionellen Bereich Anerkennung fand.

Wir stellen das weiterentwickelte „PE-R“ vor, das den Anforderungen der Zeit gerecht wird.

Zwischen 1980 und 1981 wurde der PE grundlegend überarbeitet und in „PE-R“ umbenannt. Während die hervorragende Körperform und das fersenlose Design des PE beibehalten wurden, wurden die Spezifikationen deutlich verändert.

  • Kopfform: Die Hörner an der Spitze wurden gekürzt, was zu einem kompakteren und schlankeren Erscheinungsbild führt.
  • Kontrolle: Es verfügt über zwei Lautstärke-/zwei Klangregler und einen Doppelklangschalter zum Umschalten des Klangs jedes Tonabnehmers.
  •   Brücke: Das ursprüngliche integrierte Design wurde durch eine separate „Super Tunable Bridge“ und ein „Quick Hook Tailpiece“ ersetzt, die die Stimmstabilität verbessern.

Der Grund dafür, dass Brücke und Bedienelemente auf Spezifikationen angepasst wurden, die denen einer Gibson Les Paul ähnelten, dürfte in der damaligen Verbreitung von im Inland hergestellten Les Paul-Kopien sowie in der Tatsache liegen, dass Gibson selbst sich intensiv mit Vintage-Neuauflagen beschäftigte.

In der Folge wurden, als Reaktion auf den HR/HM-Boom (Hard Rock/Heavy Metal) Mitte der 1980er-Jahre, modernere und fortschrittlichere Modelle wie die „PE-R80KV“ und die „PE-SUPRA“ mit Kahler-Stegen sukzessive auf den Markt gebracht. Die PE-Serie blieb stets an der Spitze der Musikszene und entwickelte sich mit jeder Ära weiter.

 

Unveränderlicher Geist, überlieferte Legende

Mehr als 40 Jahre sind seit der Entwicklung des ursprünglichen PE-1500 vergangen, und auch heute noch ist der PE ein unverzichtbarer Bestandteil der Aria Pro II-Produktpalette, ein Eckpfeiler, der die Marke stützt.

Auch wenn sie sich mit der Zeit weiterentwickelt haben, bleibt die zugrundeliegende Philosophie, „Schönheit und Funktionalität in Einklang zu bringen“, zeitlos. PE repräsentiert einen Höhepunkt japanischer Gitarrenbaukunst und wird zweifellos auch weiterhin gemeinsam mit unzähligen Gitarristen Geschichte schreiben.

Autor dieses Artikels:Nihei (TC Instruments, E-Gitarre und andere)

Ich lernte das Gitarrespielen durch den Manga „BECK“ in der Mittelschule kennen und wurde von den Red Hot Chili Peppers und Nirvana beeinflusst, was meine Leidenschaft für Rockmusik weckte.
Er absolvierte eine Berufsschule mit Schwerpunkt Gitarrenbau. Er sammelte Erfahrung in der Akustikgitarrenabteilung und der Premium-Gitarrenlounge von TC Gakki. Aktuell ist er für die E-Gitarren zuständig und teilt seine Leidenschaft für das Instrument aktiv durch Kolumnen, YouTube-Auftritte und andere Medien.

Qualifikationen und Erfahrung: 8 Jahre Erfahrung als Musikinstrumentensachverständiger

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