Reaktionsschneller Klang dank Handverdrahtung! ...Nein, so einfach ist es nicht. Es wird eine Platine verwendet.
Mit einer Gleichrichterröhre und im Class-A-Betrieb für einen reinen Röhrenklang! ...Oder auch nicht. Es verwendet keine Gleichrichterröhre und arbeitet auch nicht im Class-A-Modus.
Es soll sich hervorragend für Heimaufnahmen eignen, da es selbst bei geringer Lautstärke einen satten Klang liefert! ...Das stimmt aber nicht. Im Grunde erzeugt es nur laute Töne.
Es ist nicht möglich, für jeden der drei Kanäle zwei Modi voreinzustellen!
Ich war zwar größtenteils kritisch, aber ehrlich gesagt ist Koch in der heutigen Zeit in puncto Komfort – von Line-Recording bis hin zu Live-Auftritten – zweifellos überlegen, Diezel in puncto Vielseitigkeit – von cleanen bis hin zu harten Sounds – und Krank in puncto extremer High-Gain-Sounds.
Warum also die JCM800? Sie ist weder modern noch ein echter Vintage-Klassiker. Und doch hat dieses Modell unzählige Legenden hervorgebracht und ist nach wie vor ein absoluter Favorit – bereit, auch in Zukunft neue Legenden zu schreiben.
Vielleicht liegt es daran, dass der JCM800 ein „gewöhnlicher Verstärker“ ist. Er hat keine besonders beeindruckenden technischen Daten; er ist der Inbegriff von Unauffälligkeit. Gerade weil er so gewöhnlich ist, verschmilzt er mit der Fantasie des Spielers, erzeugt eine unendliche Klangvielfalt und kann jederzeit bedenkenlos eingesetzt werden. Ich denke, das ist der größte Charme des JCM800.
Es erzeugt einen normalen Rocksound, völlig problemlos. Das mag selbstverständlich klingen, ist aber tatsächlich ziemlich erstaunlich. Und genau das wünschen sich die meisten Leute wahrscheinlich am meisten.
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