苅部のちょっと気になる一本!!第二弾 - TC楽器 - TCGAKKI

 


Teil 2: „Fresher“ – die Gitarre mit integrierten Effekten, die für Überraschungen sorgt

 Nach der letzten Ausgabe über Herrby möchte ich auch dieses Mal wieder eine etwas ungewöhnliche Gitarre vorstellen♪

 In unserem Laden gehen regelmäßig zahlreiche gebrauchte japanische Gitarren ein, darunter Modelle von Greco und Tokai, doch unter diesen ist nun eine Gitarre eingetroffen, die besonders ins Auge fällt!!

Ihr Name: „Fresher“!!

Zunächst einmal habe ich für alle, die sich fragen „Fresher??“, eine kurze Zusammenfassung erstellt ♪

 

Was ist ein „Fresher“?

 Fresher ist eine Marke, die 1973 von der Kyowa Shokai mit Hauptsitz in Nagoya, Präfektur Aichi, als Schwestermarke von Galan gegründet wurde. Sie brachte zahlreiche Kopien von Modellen auf den Markt, die sich vor allem an Fender und Gibson orientierten, darunter Stratocaster (FSC), Telecaster (FT), Les Paul (FLP) und SG (FSG).

* Fresher hatte eine Vorgänger-Marke namens FRESH, die nur wenige Monate lang produziert wurde und später in Fresher umbenannt wurde.


 Die Preisspanne lag bei den Hauptprodukten im Bereich von 30.000 Yen, selbst die Spitzenmodelle kosteten nur 40.000 bis 50.000 Yen, sodass die Marke mit ihren erschwinglichen Preisen vor allem die junge Zielgruppe jener Zeit ansprach.Um die Zeit der Gründung von FRESHER herum, im Jahr 1971, brachte Greco die EG-360 auf den Markt, die ein Riesenerfolg wurde! Außerdem stellte Fernandes 1973 die FST-60 vor, woraufhin japanische Gitarrenmarken im Handumdrehen ihre Produktpalette auf Kopien umstellten und die Preisklasse von 30.000 Yen auf 50.000 bis 60.000 Yen anpasste. In diesem Umfeld rückte FRESHER, das eine vorwiegend preisgünstige Produktpalette anbot, zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit.
Ein Slogan, den ich damals in einem Zeitschriftenartikel gesehen habe...

„Es ist unsere Aufgabe, Ihnen gute Gitarren zu liefern.“

 Hm... Da spürt man die Überzeugung, mit der sie ihre Instrumente bauten ( ̄~ ̄)"
Damals wurden sie als eine der ersten mit einem Set-Neck-Hals ausgestattet und waren originalgetreue Nachbildungen von Fender- und Gibson-Modellen. Sowohl bei den ausgewählten Materialien als auch bei der Lackierung (Finish) und jedem einzelnen Teil wurden nur sorgfältig ausgewählte Komponenten verwendet, und dennoch lagen die Preise im unteren Segment.
Zwischen 1973 und 1976 übernahm die „Matsumoto Musical Instrument Manufacturing Cooperative“ mit Sitz in Matsumoto, Präfektur Nagano, die Produktion der Fresher-Modelle. Danach übernahm Chushin Musical Instrument Manufacturing die Produktion bis etwa 1986, als diese eingestellt wurde.

*Bei meinen Recherchen stellte sich heraus, dass es mehrere verschiedene Fresher-Logos gab; das hier vorgestellte Logo stammt aus der ersten Hälfte der dritten Produktionsphase.

 Und nun zu dem Modell, das den Anstoß für dieses Special gab: die „Fresher Attachment Series“, eine „Gitarre mit integriertem Effektgerät“.

 Im November 1977 stellte Fresher drei neue Modelle vor, die sich von den bisherigen Kopien unterschieden. Die Produktpalette umfasste drei Modelle: die „Les Paul FLP-100“, die „Firebird FFD-100“ und die „Stratocaster FSC-100“♪

 Bei Fresher hingen Preis und Modellbezeichnung eng zusammen, und für Fresher, das sich hauptsächlich auf das Niedrigpreissegment konzentrierte, war der damalige Verkaufspreis von 100.000 Yen sicherlich ein großes Wagnis.

 Außerdem wurden im Mai desselben Jahres von Greco/Roland die Gitarren-Synthesizer „GR-500“ und „GR-505“ vorgestellt, und da im Ausland Modelle wie die Gibson RD und die Music Man Stingray auf den Markt kamen, lassen die mit Elektronik ausgestatteten Instrumente den Zeitgeist der damaligen Zeit erahnen♪

Nun zu den Modellen, die mit mehreren Effektfunktionen ausgestattet sind

das gesamte Modell mit mehreren Effektfunktionen einmal genauer an!!

 

【SPEC】

KORPUS:

1-teilige Ahorn-Decke / 1-teiliger Mahagoni-Korpus

HALS:

1-teiliges Mahagoni

GRIFFBRETT:

Palisander

Tonabnehmer:

GOTOH PAF

GEWICHT:

3,85 kg

SERIENNUMMER:

01600

mit Hartschalenkoffer

(ohne)

 

 

 

*Mitte 1978 wurde die Artikelnummer in FLP-1005 geändert, doch die technischen Daten und Spezifikationen scheinen unverändert geblieben zu sein.


 Das Holz besteht aus einem einteiligen Mahagoni-Hals (eingesetzter Hals) sowie einer einteiligen Ahorn-Decke und einem einteiligen Mahagoni-Boden.
Für die damalige Zeit eine ziemlich luxuriöse Ausstattung, nicht wahr? ♪ Was den Hals betrifft...
Sattelbreite ca. 44 mm, Dicke (im Bereich des 1. Bundes) ca. 23 mm
Breite am 12. Bund ca. 52 mm, Dicke ca. 26 mm.
Das Spielgefühl erinnerte mich an eine C-Form, die nicht zu dünn ist ♪

 

Beschreibung der Gitarre

 Das Besondere an diesem Les-Paul-Modell ist vor allem, dass es über Effektfunktionen verfügt♪!!

 Sie sind direkt auf der Oberseite des Korpus angebracht, ohne das Aussehen zu beeinträchtigen♪
Oben rechts, über den Minischalter zwischen Volume und Tone...


Effekt-Ein-/Aus-Schalter

 

Distortion Sustainer

Der Distortion Sustainer klingt ähnlich wie der grobkörnige Big Muff♪

 

 

Phaser

Der Phaser ähnelt dem MXR Phase 90... Wenn man den Regler voll aufdreht, schwankt der Klang ziemlich stark♪

 

 

 

Auto-Wah

Das Auto-Wah ist… ein ziemlich krasses Wah-Pedal. Wenn man es anschlägt, hört man dieses „Zisch“-Geräusch wie bei dem Spiel „Space Invaders“ (lacht).

 

 

 

 

Zum Schluss habe ich alle Effekte auf einen Sound angewendet, der dem Roland AP7 (Jet Phaser) ähnelt!!

Das wird ziemlich... heftig (lacht). Ob das wohl... brauchbar ist??

 

 

Rückseite

Wie sieht die Rückseite aus??

Die Abdeckung des Hohlraums ist ziemlich groß♪

 

Dieses Loch auf der Rückseite dient zur Einstellung des Ausgangspegels der Verzerrung und wird mit einem schmalen Schlitzschraubendreher oder ähnlichem eingestellt♪

 

Ich habe das Gerät tatsächlich einmal geöffnet♪

Die Leiterplatte ist nicht am Gehäuse selbst, sondern an der Rückwand befestigt.

 

Jede einzelne Platine ist separat montiert.
Es sieht aus, als hätte man einen ganzen Effektpedal-Baustein hineingepackt (lacht).
Außerdem ist der Hohlraum ziemlich tief ausgehöhlt...

 

Außerdem dient die LED unter dem Ein-/Aus-Schalter für den Effekt gleichzeitig als Batteriestatusanzeige.

Diese leuchtet auf, sobald man den Stecker einsteckt♪

 

Übrigens wird eine 9-V-Batterie vom Typ 006P verwendet♪
Auf dem Foto ist eine 9-V-Batterie (006P) zu sehen, aber im Lieferumfang war eine spezielle Kartusche für AA-Batterien enthalten.
Leider war die Kartusche nicht vorrätig...

 

 Anscheinend gab es sogar einen Exportkatalog, der sich hauptsächlich auf diese Gitarren mit eingebauten Effekten konzentrierte♪

Und Fresher hatte neben den in diesem Sonderbeitrag vorgestellten Gitarren mit eingebauten Effekten noch eine ganze Reihe weiterer Produkte im Angebot, die vor Spielfreude nur so strotzten: Rhythmusmaschinen, Modelle mit LEDs an der Halsseite, die erste eigene Modellreihe von Fresher namens „X-309“, als Optionen erhältliche Lackierungen in Lack- oder Schnitzoptik, zahlreiche ungewöhnliche Gitarrenformen wie die Flying V, die vom Heavy-Metal-Boom beeinflusst waren, sowie Gitarren mit eingebautem Verstärker♪
Darüber hinaus gab es neben den Gitarren zahlreiche weitere Artikel, darunter Handbücher mit Erläuterungen zu Wartung und Spieltechnik, die kostenlose Zeitschrift „MUSIC DOCTOR“, eine Verlosung von Effektpedal-Taschen sowie Mitarbeiter-Jumper.

 

Hm… Fresher… das wird immer komplexer (lacht)

 

 Diese Gitarre ist weniger zum intensiven Spielen gedacht... sondern eher ein Sammlerstück ♪
Aber ich habe das Gefühl, dass man auf der Bühne mit dieser Gitarre garantiert im Mittelpunkt steht!?

 

Anlässlich unseres Specials über Fresher

 habe ich noch einmal von Grund auf recherchiert, aber da es kaum Material gab, habe ich Informationen aus damaligen Katalogen, Zeitschriften und dem Internet zusammengetragen. Ich würde mich freuen, wenn dieser Beitrag sowohl Liebhabern von japanischen Vintage-Gitarren als auch Fans ausgefallener Gitarren und sogar denen gefällt, die sich eigentlich gar nicht für Gitarren interessieren ♪

 Außerdem treffen nicht nur die Fresher-Modelle, sondern auch viele andere gebrauchte japanische Gitarren nach und nach bei uns ein♪
Hier geht es zu unserem Japan-Vintage-Bestand!!

Übrigens, das ist jetzt eher eine persönliche Anekdote von mir…

 Während ich an diesem Projekt gearbeitet habe, hat mich schon lange die Form von Effektpedalen beschäftigt – sie sehen einfach so typisch aus!! – also habe ich mir selbst eines gebaut♪
Im Inneren habe ich die Platine und die Batterie des Guyatone TZ-2 „THE FUZZ“, den ich in einem Gemischtwarenladen gekauft habe, in einen VW-Bus gesteckt – fertig!

Bis zum nächsten Special ( ̄▽ ̄)ノ゛

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