YAMAHA「先駆者が創造するオリジナルギター」 - TC楽器 - TCGAKKI

 

[Die Anfänge im Jahr 1965]

Im Jahr 1965 begann YAMAHA, das bis dahin die „Dynamic Guitar“ – eine Originalgitarre mit Stahlsaiten und dem Korpus einer klassischen Gitarre – hergestellt und verkauft hatte, ernsthaft mit der Entwicklung von Folk-Gitarren.
Es heißt, dass das Unternehmen aufgrund der Nachfrage auf dem amerikanischen Markt nach preisgünstigen Gitarren mit der Entwicklung von Gitarren für den Export begann.

Die damalige Musikszene in Japan war, wie durch die Ventures verkörpert, von der E-Gitarre geprägt. Es entstand sogar der Ausdruck „100 Millionen E-Gitarren“.
Im Gegensatz dazu hatte in den USA die Modern-Folk-Bewegung begonnen, und es war eine Zeit, in der sich sowohl E-Folk- als auch japanische Gitarren für Anfänger wie warme Semmeln verkauften.

 

[Die beiden FG-Modelle]

Im Oktober des folgenden Jahres, 1966, kamen schließlich die ersten in Japan hergestellten Folk-Gitarren mit eigenem Design, die Modelle „FG-150“ und „FG-180“, auf den Markt.
Die erste in Japan hergestellte FG-Serie ging mit der Idee an den Start, die Modelle von Anfang an in zwei Größen zu unterteilen. Es handelte sich um die „FG-150“ mit einem etwas kleineren Folk-Korpus und die „FG-180“ mit einem Western-Korpus.
Abgesehen von der Größe waren die Spezifikationen identisch: Die Decke bestand aus massiver Fichte, die Zargen aus dreiteiligem Mahagoni-Sperrholz und der Boden aus massivem Mahagoni.
Doch bereits wenige Monate nach der Markteinführung wurden sowohl die Decke als auch der Boden auf Sperrholz umgestellt.

Charakteristisch ist die Mensur. Während sie bei gewöhnlichen Akustikgitarren etwa 650 mm beträgt, wählte YAMAHA eine Mensur von 634 mm.
Dies lässt darauf schließen, dass das Design auf die Statur japanischer Menschen abgestimmt war. Die Verstrebung ist eine X-Verstrebung. Das Etikett ist ein „hellgrünes Etikett“.

Der Listenpreis der „FG-150“ lag bei 15.000 Yen, der der „FG-180“ bei 18.000 Yen – was heute als Schnäppchen erscheint, entsprach in den 1960er Jahren jedoch dem Monatsgehalt eines Erwachsenen.
Auch wenn man sagt, dass sie günstig hergestellt wurden, handelt es sich doch um Meisterwerke aus einer Zeit, in der Gitarren noch Luxusgüter waren.

 

 

[Eine Zeit, die aufgeholt hat]

1967 kam es schließlich auch in Japan zu einer regelrechten Folk-Bewegung.
Angeführt vom Riesenerfolg „Kaettekita Yoppara“ der Folk Crusaders entfaltete sich ein beispielloser Folk-Boom.
Ob es nun an der Sensibilität für den Zeitgeist lag oder am richtigen Timing – YAMAHA brachte im April die preisgünstigere Version der FG-150, die „FG-110“, sowie die 12-saitige Variante „FG-230“ auf den Markt.
Im Jahr 1968 wurden kleinere Änderungen vorgenommen, um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden. In diesem Jahr wurde das „Grüne Etikett“ abgeschafft und das „Rote Etikett“ eingeführt, wodurch sich YAMAHA-Gitarren im Handumdrehen auf dem Markt etablierten.

Im Jahr 1969, als die FG-Serie voll auf Kurs war, stellte YAMAHA die Produktion von Solid-Body-Gitarren ein.
Dank des rasanten Wirtschaftswachstums richtete auch die junge Generation ihr Augenmerk auf die YAMAHA FG-Serie. Im März wurde die „FG-140“ als preisgünstigere Version der FG-180 auf den Markt gebracht. Im Mai folgten die Modelle „FG-350“ und „FG-500“.
Übrigens ist die „FG-500“ als besonders schwer zu findendes Sammlerstück bekannt, da die ersten Serienmodelle mit Seiten und Boden aus Jacaranda-Holz gefertigt wurden.

 

[Der Auftritt eines Designers, der eine Ära prägte]

Im Jahr 1970 verkaufte sich die FG so gut, dass YAMAHA nicht nur mit geringfügigen Änderungen an bestehenden Produkten beschäftigt war, sondern kaum Zeit hatte, neue Modelle zu entwickeln, und stattdessen damit beschäftigt war, die Produktion und den Vertrieb zu bewältigen.
Mit dem Ziel der Geschäftsausweitung holte YAMAHA 1971 einen Designer an Bord, um internationale Standards zu erreichen. Es handelte sich um Terumi Nakamoto, den legendären Gitarrendesigner „Terry Nakamoto“.
Im Rahmen eines Projekts, das unter der Leitung von Terry Nakamoto entwickelt wurde, brachte das Unternehmen die vollständig handgefertigte Luxus-Modellreihe „FG-1500“, „FG-2000“ und „FG-2500“ auf den Markt.

Es kam zu einem Ereignis, das den Eindruck erweckte, als würde die Musikszene auf diese Zukunftsvision von YAMAHA reagieren. Überraschenderweise spielte Bob Dylan, der als eine der zentralen Figuren der Szene gelten kann, auf einer FG-1500!
Dies war der Auslöser dafür, dass der Name der YAMAHA-Akustikgitarren im Handumdrehen an die Weltspitze katapultiert wurde!


 

 

[Vom Ende des roten Etiketts bis zur Einführung des neuen Etiketts]

Das „Rote Etikett“ mit seinem sich zur Spitze hin verbreiternden Design wurde 1972 durch das „Grüne Etikett“ ersetzt.
Ab dem „Grün-Etikett“-Modell änderte sich auch das Design des Kopfes und wurde spitz zulaufend.
In der Folge wurden bis 1974 das „Black Label“ und 1980 das „Beige Label“ eingeführt, wobei immer wieder kleinere Änderungen vorgenommen wurden.

In der „Green Label“-Ära erschienen die ersten charakteristischen Modelle.
Dazu gehörten das Modell „FG-350E“ mit eingebautem Tonabnehmer, das Modell „FG-600S“ mit verstellbarer Brücke sowie das Modell mit Sunburst-Lackierung.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden wirtschaftlichen Blütezeit wurden zudem zahlreiche Modelle im mittleren Preissegment wie die „FG-580“, „FG-630“, „FG-700“, „FG-850“ und „FG-1000“ eingeführt, um die Produktpalette zu erweitern.

In der Black-Label-Ära ab 1974 umfasste das Sortiment insgesamt 25 Modelle.
Man kann wohl sagen, dass dies die fruchtbarste Zeit war, in der ein Gleichgewicht zwischen der Nachfrage aus der Musikszene und den gemeinsamen Zielen von YAMAHA hergestellt wurde.


 

[Die Geburt der innovativen L-Serie]

Die L-Serie war eine neue Tradition, die im Dezember 1974 mit der Markteinführung der „L-31“ begann. Selbst das günstigste Modell der L-Serie kostete 50.000 Yen und war damit keineswegs als preiswert zu bezeichnen.
Um als Vorreiter einer neuen Ära von YAMAHA auf dem Weltmarkt Fuß zu fassen, wurde ein Jumbo-Korpus eingeführt. Dies führte nicht nur zu einer gewissen Anerkennung bei Musikern, die sich an der internationalen Musikszene orientierten, sondern auch zu einer Neubewertung der Vorzüge des FG-Modells, das auf die Körperproportionen der Japaner zugeschnitten war.

Im folgenden Jahr 1975 erschienen die Custom-Modelle der Akustikgitarren, die später als die „L-Vier-Könige“ bekannt wurden.
Es handelte sich um vier Modelle: die „L-51 Custom“ mit ihrem auffälligen asymmetrischen Design, die „L-52 Custom“ mit einem Jumbo-Korpus im J-200-Stil, die „L-53 Custom“ mit charakteristischen Einlagen vom Kopf bis zum Griffbrett und die „L-54 Custom“ mit einem Ahornholz-Korpus im DOVE-Stil.
Auf den Lederetiketten befindet sich natürlich die handschriftliche Signatur des Prüfers. Richtig, es ist die von Terry Nakamoto.

Ebenfalls im Jahr 1974 wurde die L-Serie als Standardmodellreihe auf den Markt gebracht, deren Modelle „L-5“, „L-6“, „L-7S“, „L-8“, „L-10“, „L-12S“, „L-12SN“ und „L-15“ auch heute noch auf dem Gebrauchtmarkt sehr beliebt sind.Darüber hinaus wurden sogar die 12-saitigen Modelle „L-12-5“ und „L-12-8“ auf den Markt gebracht.


 

[Die FG- und L-Serien aus der Zeit kurz vor der Moderne]

Die FG-Serie wurde im März 1986 zu „Ivory Label“ umgestaltet und erhielt ein komplettes Modell-Update. Der Kopf wurde mit einem „Tauben“-Design verziert, womit die Ära der gemeinhin als „Tauben-FG“ bekannten Modelle begann.
Da sich der Musiktrend zunehmend auf E-Bands konzentrierte, änderte sich die Rolle der FG-Serie im Vergleich zur L-Serie und sie wurde zunehmend als Einstiegsmodell positioniert.
Die L-Serie hingegen wurde bis zum Erscheinen der LL-Serie im November 1985 lange Zeit geliebt und geschätzt und blieb als Standardmodell von YAMAHA unangefochten.


 

[Die Zukunft der YAMAHA-Akustikgitarren]

In den 1990er Jahren wurden die alten FG-Modelle zum Gesprächsthema, und im Oktober 1995 wurden anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der FG-Serie limitierte Neuauflagen der FG-180 und FG-150 auf den Markt gebracht.
Heute mag das nichts Besonderes mehr sein, doch damals war es das erste Mal, dass eine japanische Marke ihre eigenen Akustikgitarren neu auflegte.

Im November 2000 brachte YAMAHA dann die Modelle „FG-B1N“ und „FGX-B1N“ auf den Markt – die weltweit ersten Gitarren, bei denen „Bambus“ als Korpusmaterial verwendet wurde.
Bis dahin galt Bambus als für die Gitarrenherstellung ungeeignet, doch aus Rücksicht auf die Umwelt und aufgrund der hohen Verfügbarkeit als Rohstoff sah YAMAHA dies als seine Mission an, stellte sich der Herausforderung und meisterte sie mit Bravour.
Nebenbei bemerkt: YAMAHA stellte später sogar Schlagzeuge aus Bambus her.

Im März 2002 brachte das Unternehmen „The FG“ auf den Markt und entwickelte gleichzeitig „The FS“. Nach einer kurzen Pause wurde 2010 die „L-51 Custom“ neu aufgelegt. Im Jahr 2012 folgte die Neuauflage der „L-53 Custom“.
Durch die gleichzeitige Entwicklung von Akustikgitarren, die den Anforderungen der heutigen Zeit entsprechen, und die Neubewertung der guten alten Akustikgitarren sucht YAMAHA vielleicht den Weg in die kommenden 2020er Jahre.

In einer Zeit, in der der Umgang mit Holz selbst im Fokus steht, findet man in den Händen von Musikliebhabern dennoch fast ausnahmslos eine Akustikgitarre.
Während manche mit einer Vintage-YAMAHA in der Hand spielen und dabei in Erinnerungen an vergangene Zeiten schwelgen, gibt es andere, die mit einer brandneuen YAMAHA zum ersten Mal Akkorde greifen.
Seit dem Erscheinen der ersten FG sind bereits mehr als 50 Jahre vergangen. Ganz gleich, welche YAMAHA-Akustikgitarre aus welcher Epoche man in die Hand nimmt – in ihr stecken wohl die Geschichte, die Technik und die Leidenschaft, die YAMAHA im Laufe der Zeit entwickelt hat.

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