Der Einfluss von Form, Holzart und Größe auf den Klang und wie man diese auswählt.
Eine Erklärung der verschiedenen Arten von Akustikgitarren!
Für alle, die mit dem Klang ihrer aktuellen Gitarre unzufrieden sind oder die als ambitionierte Musiker eine kompromisslose Gitarre suchen: Der Klang einer Akustikgitarre verändert sich je nach Form und Holzart erheblich. Dieser Artikel erklärt ausführlich die Unterschiede zwischen den einzelnen Gitarrentypen und hilft Ihnen bei der Auswahl der passenden Gitarre.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Wichtigste zuerst! Die drei Hauptkategorien von Akustikgitarren.
Bevor wir in die faszinierende Welt der Akustikgitarren eintauchen, wollen wir zunächst die drei Hauptkategorien klären, die die Grundlage dieser Klassifizierung bilden. Selbst Gitarren, die auf den ersten Blick ähnlich aussehen, können je nach Saitenmaterial und Vorhandensein oder Fehlen elektrischer Verstärkungsmechanismen sehr unterschiedliche Spieleigenschaften und Eignungen für verschiedene Musikrichtungen aufweisen.
1-1. Stahlsaitengitarre (Volksgitarre)
Wenn heutzutage von einer „Akustikgitarre“ die Rede ist, meint man meist dieses Modell mit Stahlsaiten. Vom Anschlagen mit dem Plektrum bis hin zu filigranen Arpeggien mit den Fingern – sie findet in allen Genres der Popmusik Verwendung, darunter Pop, Rock, Country und Blues.
Sie zeichnet sich durch die für Stahlsaiten typischen hellen, lang anhaltenden Höhen und kraftvolle Bässe aus. Der Hals ist relativ dünn, wodurch sie sich gut zum Akkordspiel eignet.
1-2. Klassische Gitarre (Nylon-Saitengitarre)
Klassische Gitarren, auch Darmgitarren genannt, sind mit Nylonsaiten bespannt (früher wurden Schafsdärme verwendet). Im Vergleich zu Stahlsaiten haben sie eine geringere Spannung und zeichnen sich vor allem durch einen runden, warmen und weichen Klang aus, der beim Zupfen mit den Fingern entsteht.
Sie wird vorwiegend in der klassischen Musik, Bossa Nova und im Flamenco verwendet. Die Halsbreite (Sattelbreite) beträgt etwa 50 mm und ist damit breiter als bei einer Stahlsaitengitarre (etwa 43 mm). Das Griffbrett ist flach, was das Spielen komplexer Einzelnoten und die für die klassische Musik typischen Fingersätze erleichtert.
1-3. Elektroakustische Gitarre
Diese Modelle verfügen über Mikrofone oder Sensoren, sogenannte „Pickups“, die im Korpus oder unter dem Steg von Stahlsaitengitarren oder klassischen Gitarren verbaut sind und so eine direkte Verbindung zu Gitarrenverstärkern oder PA-Systemen ermöglichen, um lautere Töne zu erzeugen.
Der natürliche Klang (der Klang ohne Verstärker) ähnelt dem einer herkömmlichen Akustikgitarre, doch ein Vorverstärker ist unerlässlich, um den Klang der Akustikgitarre auf einer Live-Bühne oder im Bandkontext optimal zur Geltung zu bringen. In letzter Zeit sind Modelle mit leistungsstarken Vorverstärkern, die den natürlichen Klang nicht beeinträchtigen, weit verbreitet.
Mitarbeiterkommentare
Auch wenn wir den Begriff „Akustikgitarre“ verwenden, variiert die Auswahl stark je nach Musikrichtung und gewünschtem Klang!
Sie machen alle so viel Spaß und stecken voller Elemente, die einen fesseln und nicht mehr loslassen!
Wenn Sie den vagen Wunsch verspüren, „einmal Akustikgitarre zu spielen“, empfehle ich Ihnen, mit einer Folk-Gitarre anzufangen!
2. Wie Form und Holz einer Akustikgitarre Spielbarkeit und Klang beeinflussen
Nachdem wir nun die groben Klassifizierungen verstanden haben, wollen wir uns eingehender mit der „Stahlsaitengitarre“ befassen, die die meisten Optionen bietet und am komplexesten ist.
Eine Akustikgitarre ist gewissermaßen ein „Resonanzkörper aus Holz“. Die Schwingungen der Saiten werden über den Steg auf die Decke des Korpus übertragen und schwingen dort nach, bevor sie durch das Schallloch austreten. Daher bestimmen Größe und Form des Korpus Lautstärke und Klangfülle der Bässe, während die Holzart (Tonholz) den Klangcharakter (Obertöne und Klanghärte) prägt.
Fortgeschrittene Gitarristen, die eine zweite Gitarre suchen, haben oft das Gefühl: „Meine jetzige Gitarre eignet sich gut zum Strumming, aber der Klang ist matschig, wenn ich Sologitarre spiele“, und zwar genau deshalb, weil die Kombination aus „Form“ und „Holz“ nicht zu ihrem Spielstil passt.
3. [Nach Korpusform] Akustische Eigenschaften und geeignete Spielstile
Die Korpusform (Form und Größe) beeinflusst nicht nur den optischen Eindruck, sondern bestimmt auch das physikalische Klangpotenzial der Gitarre. Betrachten wir vier repräsentative Formen.
3-1. Dreadnought: Satter Bass und kraftvoller Klang
Die „Dreadnought“ ist praktisch ein Synonym für Akustikgitarre. Sie wurde 1916 von C.F. Martin entwickelt und nach dem massiven britischen Schlachtschiff HMS Dreadnought benannt. Ihre flache Taille und der große Korpus erzeugen eine überwältigende Lautstärke und einen satten, resonanten Bass. Sie eignet sich hervorragend für kraftvolles Strumming mit Plektrum und bietet eine exzellente Begleitung für Gesang bei Singer-Songwriter-Auftritten.
Die Martin D-28 ist neben anderen Modellen zu einem globalen Standard für diesen Stil geworden.
Liste der verfügbaren Dreadnought-Akustikgitarren
3-2. Gabel / OM / OOO: Reaktionsfähigkeit und Balance
Die „OOO (Triple O)“- oder „OM (Orchestra Model)“-Form ist etwas kleiner als eine Dreadnought und hat eine tiefere Taille (in Japan wird sie auch als Folk-Gitarre bezeichnet). Aufgrund ihres geringeren Korpusvolumens besitzt sie nicht den gleichen kräftigen Bass wie eine Dreadnought, bietet im Gegenzug aber eine exzellente Balance über den gesamten Frequenzbereich, und der Klang jeder einzelnen Saite ist klar differenziert.
Darüber hinaus macht die schnelle „Reaktion“ – die Zeit, die vergeht, bis nach dem Zupfen der Saiten ein Ton entsteht – sie extrem beliebt für Fingerpicking und Sologitarre, wo subtile Nuancen durch die Berührung der Finger zum Ausdruck gebracht werden können.
Inventarliste für Akustikgitarren der Serie 000/OM
3-3. Parlor / New Yorker: Kleiner und zarter Klang
Noch kleiner als die OOO-Gitarren sind die sogenannten „Parlorgitarren“ oder „New Yorker Gitarren“. Historisch gesehen wurden sie im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert für das Spielen in heimischen Salons (Wohnzimmern) und nicht in großen Konzertsälen entwickelt.
Obwohl die Lautstärke eher moderat ist, liegt ihr Charme in ihrem warmen, nostalgischen Klang mit ausgeprägten Mitten. Sie eignet sich perfekt für Blues-Fingerpicking oder entspanntes Strumming zu Hause und ist zudem auch für kleinere Personen gut in der Hand.
Liste der verfügbaren Akustikgitarren in Parlorgröße
3-4. Jumbo: Überwältigende Lautstärke und Präsenz
Eine Gitarre in Jumbo-Größe hat einen breiteren Korpus als eine Dreadnought und eine ausgeprägtere Taille. Die Gibson J-200 ist ein bekanntes Beispiel für diese Größe.
Der große Korpus sorgt für viel Luftzirkulation und erzeugt so beim Anschlagen einen klaren, durchsetzungsstarken Klang sowie eine enorme Lautstärke. Er eignet sich ideal für Country-Musik und als Rhythmusinstrument in Akustikbands.
4. Unterschiede in Obertönen und Klangcharakter je nach Holzart (Tonholz)
Sobald die Korpusform feststeht, geht es im nächsten Schritt darum, das „Holz (Tonholz)“ zu betrachten, aus dem dieser Korpus besteht. Der Korpus einer Akustikgitarre besteht hauptsächlich aus einer Kombination aus „Deckenholz (Resonanzboden)“ und „Holz für Zargen und Boden (Zargen- und Bodenplatten)“.
4-1. Deckholz: Fichte und Zeder
Die Decke wirkt wie eine Lautsprechermembran, indem sie die Schwingungen der Saiten aufnimmt und verstärkt. Am beliebtesten ist Fichte. Sie bietet ein gutes Gleichgewicht zwischen Härte und Leichtigkeit und erzeugt klare, brillante Höhen sowie einen großen Dynamikumfang (Lautstärkebereich).
Bei kräftigem Anschlag erzeugt es einen kraftvollen Klang, bei sanftem einen zarten. Zeder hingegen wird häufig für klassische Gitarren und auch für einige Stahlsaitengitarren verwendet. Sie ist weicher als Fichte, schwingt vom ersten Anschlag an gut mit und zeichnet sich durch einen warmen, runden Ton aus. Da sie selbst bei leichtem Anschlag ein volles Volumen erzeugt, ist sie ein beliebtes Holz bei Fingerpickern.
4-2. Zargen- und Bodenmaterialien: Mahagoni und Palisander
Die Hölzer für Zargen und Boden bestimmen, wie der vom Deckenholz erzeugte Klang im Korpus der Gitarre geformt und reflektiert wird. Für fortgeschrittene Gitarristen ist es entscheidend, den Unterschied zwischen den beiden Haupthölzern Mahagoni und Palisander zu verstehen. Mahagoni ist ein leichtes und weiches Holz mit einem ausgeprägten Mittenbereich. Es zeichnet sich durch einen schnellen Attack und einen knackigen, trockenen und klaren Klang aus. Da es nur wenige unerwünschte Obertöne aufweist, stört es den Gesang nicht und eignet sich daher hervorragend für Singer-Songwriter.
Palisander hingegen ist ein schweres und hartes Holz. Es erzeugt kräftige Bässe und Höhen (einen sogenannten „ausgehöhlten“ Klang) und komplexe, reiche Obertöne. Der sanfte, anhaltende Nachhall nach dem Spielen ist wunderschön, und selbst beim Spielen einzelner Noten in einer Melodie hat der Klang Fülle und Glanz. Daher ist Palisander besonders für Sologitarristen zu empfehlen. Man spürt den Unterschied deutlich bei High-End-Modellen von Herstellern wie Yamaha, die für ihr Engagement für Holzqualität bekannt sind.
Liste der Yamaha-Akustikgitarren
4-3. Der entscheidende Klangunterschied zwischen Massivholz und Sperrholz.
Nicht nur die Holzart, sondern auch die Struktur beeinflusst den Klang direkt. Sperrholz (Laminat), das aus mehreren dünnen Holzplatten besteht, die übereinander geschichtet und verklebt werden, ist zwar stabil und preiswert, aber die Klebeschicht behindert die Schwingungen, wodurch die Resonanz eingeschränkt ist.
Andererseits nutzen Decken aus Massivholz, die aus einem einzigen Stück Massivholz gefertigt werden, die natürlichen Schwingungseigenschaften des Holzes voll aus und erzeugen so einen vollen, obertonreichen Klang. Insbesondere gilt eine Massivholzdecke als Mindestvoraussetzung für einen guten Klang.
Darüber hinaus ermöglichen Ihnen Gitarren, die komplett aus massivem Holz gefertigt sind, mit ihren massiven Zargen und dem massiven Boden, die einzigartige Freude an einem Musikinstrument zu erleben, dessen Klang sich im Laufe der Zeit durch die „Alterung“ entwickelt, bei der das Holz trocknet und mit zunehmendem Spielen resonanter wird.
Mitarbeiterkommentare
Bei der Auswahl einer Akustikgitarre ist die Berücksichtigung der Materialien, der Korpusform und anderer Spezifikationen gleichermaßen herausfordernd wie erfreulich!
Bei den obigen Angaben handelt es sich lediglich um Trends, und es gibt keine definitive Aussage darüber, dass „dies nicht verwendet werden kann oder für dieses Genre ungeeignet ist“.
Mach dir nicht so viele Gedanken; nimm einfach, was dir ins Auge fällt, und alles wird gut!
5. [Spielbarkeit] Die Geheimnisse der Mensur (Saitenlänge) und der Sattelbreite
5-1. Mensurlänge und Spannung
Die Mensur bezeichnet den Abstand vom Sattel (dem Punkt, an dem die Saiten am Kopf der Gitarre aufliegen) bis zum Steg (dem Punkt, an dem die Saiten am Steg aufliegen). Man unterscheidet hauptsächlich zwischen „langer Mensur (normale Mensur)“ (ca. 645 mm oder länger) und „kurzer Mensur“ (ca. 628 mm oder kürzer).
Gitarren mit langer Mensur haben eine höhere Saitenspannung, was zu einem druckvollen, durchsetzungsstarken Klang führt, der auch bei tiefer Stimmung nicht so leicht matschig wird. Gitarren mit kurzer Mensur hingegen haben eine geringere Saitenspannung, wodurch weniger Druck zum Greifen der Saiten nötig ist und Techniken wie das Saitenziehen erleichtert werden. Klanglich sind sie tendenziell etwas weicher und süßer.
5-2. Der Einfluss der Sattelbreite auf die Griffweise
Die Sattelbreite beeinflusst das Spielgefühl des Halses und den Saitenabstand. Während typische Stahlsaitengitarren eine Sattelbreite von etwa 43 mm aufweisen, besitzen OM-Modelle, die speziell für Fingerpicking entwickelt wurden, oft eine etwas breitere Sattelbreite von 44 mm bis 44,5 mm.
Dieser Unterschied von nur 1 bis 1,5 mm macht einen entscheidenden Unterschied beim Spielen komplexer Akkorde oder wenn man versehentlich eine benachbarte Saite berührt und den Ton unterbricht.
Mitarbeiterkommentare
Mensurlänge, Sattelbreite und Halsform sind wichtige Faktoren, die sowohl die Bespielbarkeit als auch den Klang beeinflussen!
Den Klangcharakteristika Vorrang vor der Spielbarkeit einzuräumen, wäre kontraproduktiv. Daher ist es am besten, zunächst eine Kombination zu finden, die für Sie leicht zu spielen ist!
6. Wie Sie die perfekte Akustikgitarre für sich auswählen
6-1. Singen und Gitarre spielen, hauptsächlich Strumming.
Wenn Sie ein Lied mit Akkordanschlägen unter Verwendung eines Plektrums begleiten möchten, ist die klassische Kombination eine „Dreadnought + Fichtendecke + Mahagoni-Zargen und -Boden“.
Der satte Bass bildet ein solides rhythmisches Fundament, während die klaren Mitten des Mahagonikorpus den Stimmbereich nicht beeinträchtigen. Alternativ bietet sich ein Shortscale-Modell wie die Gibson J-45 an, die einen knackigen, perkussiven Klang liefert.
6-2. Solo-Gitarre – Fingerstyle
Für das Solo-Gitarrenspiel, bei dem man gleichzeitig Melodie und Begleitung mit den Fingern spielt, ist eine der besten Optionen eine Gitarre mit OM- oder OOO-Form, Fichtendecke und Palisanderzargen und -boden.
Die reaktionsschnelle Korpusform erfasst selbst feinste Nuancen der Anschlagtechnik, und die reichen Obertöne des Palisanderholzes unterstreichen die Melodie auf wunderschöne Weise. Die Wahl eines Modells mit einer Sattelbreite von 44 mm oder mehr erhöht die Präzision Ihres Griffs.
Zusammenfassung
Akustische Gitarren entstehen durch eine Kombination von Faktoren: Unterschiede in Ansprache und Lautstärke aufgrund der Korpusform, Unterschiede im Klang und Charakter aufgrund des Tonholzes und Unterschiede in der Bespielbarkeit aufgrund der Mensur usw.
Allerdings spielt auch die optische Attraktivität jeder einzelnen Akustikgitarre eine wichtige Rolle.
Es ist außerdem ratsam, ein spezielles Instrument zu finden, das perfekt zu Ihrem gewünschten Klang und Spielstil passt.
Wählen Sie zunächst nach Ihrem optischen Geschmack und lassen Sie sich dann von unseren Mitarbeitern beraten, ob die Schuhe zu Ihrem Stil passen. So finden Sie vielleicht das perfekte Paar!
Inventarliste für Akustikgitarren
Autor dieses Artikels:Mochizuki (Mitarbeiter von Advance Guitars)
Privat spielt er hauptsächlich E-Gitarre. Seine unbändige Liebe und sein Interesse an Instrumenten – die ihn dazu bringen, selbst in Arbeitspausen weiterzuspielen – nutzen er, um den Charme der Akustikgitarre mit der erstklassigen Strumming-Technik von Advance Guitars zu präsentieren.
Qualifikationen und Erfahrung: Vier Jahre Erfahrung als Sachverständiger für Musikinstrumente.
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