Die
richtige Pflege und Wartung, damit deine Akustikgitarre lange hält

Grundlagen der Reinigung

Da Akustikgitarren aus Holz gefertigt sind, haben die tägliche Pflege und die Aufbewahrungsbedingungen großen Einfluss auf ihre Lebensdauer und ihren Klang. In diesem Artikel erklären wir dir die richtigen Pflegemethoden, damit du deine geliebte Gitarre lange genießen kannst – egal, ob du Anfänger bist oder nach langer Zeit wieder mit dem Gitarrespielen anfängst.

1. Tägliche Pflege und Reinigung

Sowohl das Holz als auch die Lackoberfläche haben jeweils Schwachstellen, die zu Verschleiß führen können. Schon wenn du die Gitarre
nach dem Spielen einfach mit einem Tuch abwischst, bleibt sie schön und du kannst sie lange genießen!

1-1. Mit einem Tuch abwischen nach dem Spielen (Korpus und Saiten)

Legst du deine Gitarre nach dem Spielen einfach so in den Koffer oder stellst du sie auf den Gitarrenständer? Auf der Gitarre bleiben nach dem Spielen Schweiß, Hautfett von deinen Händen und Fingern sowie Staub aus der Luft zurück. Wenn du das so lässt, ist das der größte Faktor, der den Verschleiß deiner Gitarre beschleunigt. Mach es dir zur Gewohnheit, die Gitarre nach dem Spielen immer mit einem speziellen Reinigungstuch trocken abzuwischen.

Die wichtigsten Stellen, die du mit dem Tuch abwischen solltest, sind drei: der „gesamte Korpus“, die „Rückseite des Halses“ und die „Saiten“. Am Korpus sammelt sich Schweiß besonders leicht an den Stellen an, die dein rechter Arm berührt (wenn du Rechtshänder bist), daher solltest du diese Bereiche gründlich und sanft abwischen. Auch an der Rückseite des Halses, wo deine linke Handfläche ständig in Kontakt ist, sammelt sich leicht Hautfett an. Der Trick dabei ist, nicht zu fest aufzudrücken, sondern die Oberfläche sanft zu streicheln.

Und was am häufigsten vergessen wird, ist das Abwischen der „Saiten“. Da Saiten aus Metall bestehen, sind sie sehr anfällig für Salz und Säure aus Schweiß und Hautfett – wenn du sie nicht abwischst, rosten sie innerhalb weniger Tage bis Wochen.Verrostete Saiten fühlen sich rau an und beeinträchtigen nicht nur die Spielbarkeit, zum Beispiel beim Gleiten, erheblich, sondern führen auch dazu, dass der Nachklang (Sustain) verloren geht und der Klang dumpf wird. Beim Abwischen der Saiten ist es am effektivsten, wenn du die Saiten mit dem Tuch einzeln festhältst und sie vom Sattel in Richtung Steg hin abwischst.

Bei den Tüchern gibt es grob gesagt zwei Arten: solche aus Baumwolle und solche aus Mikrofaser. Für das tägliche Trockenwischen empfehlen wir ein Mikrofasertuch, da dessen feine Fasern den Schmutz gut aufnehmen. Außerdem solltest du unbedingt zwischen Tüchern, die mit Politur getränkt sind, und solchen zum Trockenwischen unterscheiden. Denn wenn die Inhaltsstoffe der Politur an den Saiten oder am Griffbrett haften bleiben, kann das zu einer Beschädigung führen.

1-2. Die Risiken, wenn man Schweiß und Hautfett nicht entfernt

Welche negativen Auswirkungen hat es auf eine Akustikgitarre, wenn Schweiß und Hautfett über einen längeren Zeitraum nicht abgewischt werden?

Erstens kann es zu einer Beschädigung der Lackierung kommen. Insbesondere die bei hochwertigen Akustikgitarren häufig verwendete „Lackierung“ ist sehr empfindlich gegenüber Chemikalien und den Säuren im Schweiß. Wenn Talgverschmutzungen nicht entfernt werden, kann die Lackoberfläche trüb werden oder im schlimmsten Fall kann der Lack aufweichen, klebrig werden oder sich ablösen, sodass das Holz freiliegt. Ist die Lackierung erst einmal beschädigt, fallen hohe Reparaturkosten an, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

Zweitens: Rost und Korrosion an Metallteilen. Nicht nur die Saiten, sondern auch Metallteile wie Stimmwirbel und Bünde sind Schweiß und Feuchtigkeit ausgesetzt. Wenn die Zahnräder im Inneren der Stimmwirbel rosten, lässt sich die Gitarre nicht mehr reibungslos stimmen oder die Stimmgenauigkeit nimmt ab.Wenn die Bünde rosten oder matt werden, gleiten deine Finger beim Choking nicht mehr so gut darüber, und die erhöhte Reibung mit den Saiten verkürzt zudem deren Lebensdauer.

Drittens: die Auswirkungen auf das Holz. Wenn Schweiß in das Griffbrett (für das oft unlackiertes Holz wie Palisander oder Ebenholz verwendet wird) eindringt, verstopfen die Verunreinigungen die Poren (Leitkanäle) und behindern die Atmung des Holzes. Wenn sich das ansammelt, kann es zum Austrocknen oder Rissbildung des Griffbretts und sogar zur Schimmelbildung führen.

Wie du siehst, können sich schon durch das Versäumen eines nur wenige Minuten dauernden „Abwischens“ verschiedene Schäden an deiner Gitarre ansammeln. „Nach dem Spielen unbedingt abwischen“ – genau diese einfache Routine ist die beste Pflege, um die Lebensdauer deiner Akustikgitarre zu verlängern. Vergiss nicht, sie nach jedem Auftritt zu pflegen.

Kommentar vom Team

Auch wenn man einfach nur von „Akustikgitarre“ spricht, hängt die Auswahl stark vom Musikstil und dem gewünschten Sound ab!
Jede Variante steckt voller Faszinationen, die dich fesseln werden – es macht richtig Spaß! Wenn du einfach nur
vage das Gefühl hast, „mal eine Akustikgitarre ausprobieren zu wollen“, empfehle ich dir, zunächst mal eine Folk-Gitarre in die Hand zu nehmen!

2. Regelmäßige Pflege (Saitenwechsel, Griffbrettpflege, Bundpolieren)

Neben dem täglichen Abwischen gibt es „regelmäßige Wartungsarbeiten“, die du alle paar Monate durchführen solltest. Dazu gehören der Saitenwechsel sowie die Pflege des Griffbretts und der Bünde, die nur möglich ist, wenn die Saiten abgenommen sind. Hier gehen wir näher auf die konkreten Schritte und wichtige Hinweise ein.

2-1. Der richtige Zeitpunkt für den Saitenwechsel

Die Saiten einer Akustikgitarre sind Verschleißteile. Wie oft solltest du sie also am besten austauschen? Wenn du gewöhnliche Bronzesaiten oder Phosphorbronze-Saiten verwendest und täglich etwa eine Stunde spielst, gilt „ein bis eineinhalb Monate“ als Richtwert für den Austausch. Selbst wenn du nur am Wochenende ein bisschen spielst, empfehlen wir, die Saiten alle „zwei bis drei Monate“ zu wechseln.

Achte auf folgende Anzeichen, die darauf hindeuten, dass ein Saitenwechsel fällig ist:

1. Veränderung des Klangs: Wenn die glitzernden Obertöne (die strahlenden hohen Töne) neuer Saiten verloren gehen und der Klang dumpf und dumpf wird, ist es Zeit für einen Wechsel.

2. Veränderung der Haptik: Wenn die Oberfläche der Saiten schwarz wird oder du beim Gleiten mit den Fingern eine raue Oberfläche oder ein Hängenbleiben spürst, hat bereits Rost oder Korrosion eingesetzt.

3. Instabile Stimmung: Wenn die Saiten alt werden, verlieren sie ihre Elastizität, sodass sie sich schwerer stimmen lassen oder schnell verstimmen.

4. Tonhöhenabweichungen: Wenn die Tonhöhe beim Greifen in den hohen Lagen nicht mehr genau stimmt, ist ebenfalls eine Verschleißerscheinung der Saiten zu vermuten.

In den letzten Jahren haben sich „beschichtete Saiten“ (z. B. Elixir) weit verbreitet, bei denen die Saitenoberfläche mit einer hauchdünnen Beschichtung versehen ist, um Rost und Verschmutzungen zu verhindern. Beschichtete Saiten sollen drei- bis fünfmal so lange halten wie normale Saiten und sind daher eine sehr gute Wahl für alle, die den Austausch seltener vornehmen möchten oder zu schwitzigen Händen neigen. Allerdings müssen auch beschichtete Saiten ausgetauscht werden, sobald sich das Spielgefühl oder der Klang verschlechtert.

Der Saitenwechsel ist ein Punkt, an dem Anfänger oft zunächst scheitern, aber mit etwas Übung klappt es bald reibungslos. Wenn du dir einen Saitenwickler (ein Werkzeug, das das Aufwickeln der Saiten beschleunigt) und eine Zange bereitlegst, wird die Arbeit deutlich einfacher. Beim Abnehmen der Saiten solltest du sie nicht einfach mit der Zange durchschneiden, sondern zuerst die Mechaniken drehen, um die Saiten ausreichend zu lockern, bevor du sie entfernst. Wenn du eine gespannte Saite durchschneidest, wird der Hals plötzlich stark belastet, was zu Schäden an der Gitarre führen kann.

2-2. Das Griffbrett befeuchten und die Bundmarkierungen aufpolieren

Wenn du alle Saiten entfernt hast, ist das die perfekte Gelegenheit, das Griffbrett und die Bünde zu pflegen – Bereiche, die du normalerweise wegen der Saiten nicht reinigen kannst.

Für das Griffbrett einer Akustikgitarre werden in der Regel harte Hölzer wie Palisander oder Ebenholz verwendet. Da diese Hölzer an der Oberfläche nicht lackiert sind (z. B. durch eine Ölbehandlung), sind sie direkt der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Besonders in trockener Umgebung im Winter entzieht die Luft dem Griffbrett Feuchtigkeit, wodurch es spröde wird und im schlimmsten Fall Risse entlang der Maserung entstehen können.

Um das zu verhindern, solltest du das Griffbrett mit einem speziellen Öl (z. B. Zitronenöl, Orangenöl oder Griffbrett-Pflegeöl) pflegen. So geht’s:

1. Tränke ein Tuch mit einer kleinen Menge Öl (ein paar Tropfen).

2. Verteile das Öl dünn auf dem gesamten Griffbrett. Bei starker Verschmutzung trage etwas mehr Öl auf, um den Schmutz zu lösen.

3. Lass das Öl ein paar Minuten einwirken und wische dann das überschüssige Öl mit einem anderen, trockenen Tuch vollständig ab.

Hier gibt es einen ganz wichtigen Hinweis: Achte darauf, nicht zu viel Öl aufzutragen. Wenn du, nur weil das Griffbrett trocken ist, zu viel Öl aufträgst oder es nicht gründlich abwischst, saugt das Holz zu viel Öl auf und wird weich. Das kann dazu führen, dass sich die Bünde abheben oder sich der Hals verzieht. Die goldene Regel lautet: „Dünn auftragen und gründlich abwischen.“Was die Häufigkeit angeht, musst du das nicht bei jedem Saitenwechsel machen – es reicht, wenn du es in Zeiten, in denen das Holz besonders trocken ist, oder etwa einmal im halben Jahr machst.

Außerdem solltest du bei dieser Gelegenheit auch die Mattstellen an den Bünden (den Metallstäbchen) entfernen. Wenn die Bünde matt sind, gleitet der Finger beim Choking schlechter. Verwende dazu ein spezielles Bundputztuch oder eine Polierpaste (Schleifmittel), um sie auf Hochglanz zu bringen. Wenn du eine Polierpaste verwendest, klebe bitte vorher die beiden Seiten der Bünde mit Klebeband ab, damit kein Schleifmittel auf das Griffbrett-Holz gelangt.Blitzblank polierte Bünde sehen nicht nur schön aus, sondern verbessern auch direkt die Spielbarkeit.

3. Saisonale Lagerung und Regulierung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Akustikgitarren sind Instrumente, die sehr empfindlich auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Krafteinwirkung reagieren! Die richtige Pflege ist daher extrem wichtig! Um das Instrument nicht zu belasten, solltest du die Saiten lockern, wenn du nicht spielst.
Das ist natürlich Geschmackssache, es gibt keine festen Regeln. Du kannst auch einfach deiner Intuition folgen, wenn du eine Gitarre findest, die dein Herz höher schlagen lässt!

3-1. Wie sich das japanische Klima auf das Holz auswirkt

Japan hat vier ausgeprägte Jahreszeiten und im weltweiten Vergleich ein Umfeld mit extrem starken Schwankungen bei Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Diese klimatischen Bedingungen stellen für Akustikgitarren eine harte Bewährungsprobe dar.

[Regenzeit bis Sommer: Hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit]

Der japanische Sommer ist sehr feucht, und es ist nicht ungewöhnlich, dass die Luftfeuchtigkeit 70 % bis 80 % übersteigt. Wenn das Holz zu viel Feuchtigkeit aufnimmt, dehnt sich die gesamte Gitarre aus. Wenn die Decke (das Deckenholz) einer Akustikgitarre Feuchtigkeit aufnimmt und sich ausdehnt, hebt sich der Steg an, was dazu führt, dass die Saitenlage (der Abstand zwischen Bund und Saite) höher wird. Bei einer höheren Saitenlage musst du mehr Kraft aufwenden, um die Saiten zu greifen, was das Spielen sehr erschwert.Außerdem neigt der Hals in dieser Jahreszeit dazu, der Saitenspannung nachzugeben und sich nach vorne zu wölben (der Hals wölbt sich in Richtung der Mitte). Darüber hinaus kann Feuchtigkeit zu Rost an Metallteilen und Schimmel im Koffer führen.

[Winter: Kalt und trocken]

Im Winter hingegen ist die Luft trocken, und durch den Einsatz von Heizgeräten kann die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen unter 30 % sinken. Wenn dem Holz Feuchtigkeit entzogen wird, schrumpft die Gitarre. Wenn das Deckenholz austrocknet und schrumpft, senkt sich der Steg, die Saitenlage wird zu niedrig, sodass die Saiten an den Bünden anschlagen und es leicht zu einem „Schnarren“ (Buzz) kommt.Der Hals neigt dazu, sich in die entgegengesetzte Richtung zu wölben (d. h., die Mitte des Halses wölbt sich nach oben). Und das Schlimmste ist, dass die Decke oder der Boden, die dem Schrumpfen des Holzes nicht mehr standhalten können, „reissen“ (Risse bekommen). Besonders bei hochwertigen Gitarren aus Massivholz (aus einem einzigen Stück) ist das Risiko von Rissen durch Trockenheit im Vergleich zu Gitarren aus Sperrholz höher, weshalb hier besondere Vorsicht geboten ist.

3-2. Richtige Feuchtigkeitsregulierung und Aufbewahrung im Hartschalenkoffer

Als ideale Luftfeuchtigkeit für Akustikgitarren gelten „40 % bis 50 %“, die Temperatur sollte bei etwa „20 °C bis 25 °C“ liegen. Eine Umgebung, die für Menschen angenehm ist, ist auch für die Gitarre angenehm. Hier stellen wir konkrete Maßnahmen vor, um diese idealen Bedingungen aufrechtzuerhalten.

1. Einsatz von Luftfeuchtigkeitsreglern

Die einfachste und effektivste Methode ist die Verwendung von Feuchtigkeitsreglern für Musikinstrumente. Diese nehmen bei hoher Luftfeuchtigkeit Feuchtigkeit auf und geben sie bei Trockenheit wieder ab, wodurch die Luftfeuchtigkeit im Koffer konstant gehalten wird. Es gibt Modelle, die man in das Schallloch hängt, und solche, die man einfach in den Koffer legt. Wenn du sie etwa alle sechs Monate durch ein neues Exemplar ersetzt, bleibt die Wirkung erhalten.

2. Aufbewahrung im Hartkoffer

Wenn du deine Gitarre längere Zeit nicht spielst oder in Jahreszeiten mit extremen Schwankungen bei Luftfeuchtigkeit und Temperatur, empfehlen wir dir dringend, die Gitarre nicht einfach auf dem Gitarrenständer stehen zu lassen, sondern sie in einem Hartkoffer aufzubewahren. Hartkoffer schirmen die Außenluft sehr gut ab, und wenn du einen Feuchtigkeitsregler in den Koffer legst, schaffst du so eine stabile „kleine Kammer“ für deine Gitarre. Weichkoffer oder Gigbags sind nicht luftdicht genug, um einen ausreichenden Schutz zu bieten.

3. Raumklima-Regulierung

Wenn du jeden Tag Gitarre spielst und es dir zu mühsam ist, sie jedes Mal in den Koffer zu packen, musst du die Umgebungsbedingungen in dem Raum, in dem die Gitarre steht, selbst regulieren. Im Winter solltest du einen Luftbefeuchter laufen lassen, um die Luftfeuchtigkeit bei über 40 % zu halten, und während der Regenzeit die Luftfeuchtigkeit mit der Entfeuchtungsfunktion der Klimaanlage oder einem separaten Luftentfeuchter auf unter 60 % senken. Es ist ratsam, ein digitales Temperatur- und Feuchtigkeitsmessgerät in der Nähe der Gitarre aufzustellen und dir anzugewöhnen, die Werte regelmäßig zu überprüfen.

Außerdem musst du auf den Aufbewahrungsort achten. Vermeide unbedingt Stellen am Fenster, an denen direktes Sonnenlicht einfällt, Orte, an denen der Luftstrom der Klimaanlage direkt auf die Gitarre trifft, sowie die unmittelbare Nähe zu Heizgeräten wie Öfen, da diese plötzliche Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen verursachen. Auch an der Wand ist die Gitarre anfällig für Kondenswasser und Einflüsse der Außenluft, daher ist es ideal, sie etwas weiter davon entfernt aufzustellen.

Kommentar vom Team

Auch wenn man einfach nur von „Akustikgitarre“ spricht, hängt die Auswahl stark vom Musikstil und dem gewünschten Sound ab!
Jede Variante steckt voller Faszination, die dich schnell in ihren Bann zieht – es macht richtig Spaß! Wenn du einfach nur
vage den Wunsch hast, „mal eine Akustikgitarre auszuprobieren“, empfehle ich dir, zunächst eine Folk-Gitarre in die Hand zu nehmen!

4. Zu schwierig für dich allein? Gitarrenprobleme, bei denen du einen Profi um Rat fragen solltest

Bei diesen Symptomen oder Zuständen ist es oft schwierig, die richtige Reparaturmethode zu bestimmen. Wenn du auch nur das geringste Gefühl von „Da stimmt was nicht“ oder „Das macht mir Sorgen“ hast, wende dich am besten zuerst an einen Profi. Je früher du das tust, desto öfter lässt sich das Problem oft mit einer einfachen Reparatur beheben.

 

4-1. Das Verziehen des Halses (Vor- oder Rückverzug) erkennen

Einer der wichtigsten Faktoren, die die Spielbarkeit einer Gitarre beeinflussen, ist der Zustand des Halses. Da der Hals aus Holz besteht, besteht aufgrund der starken Spannung der Saiten (bei einer Akustikgitarre sind das etwa 70 kg bis 80 kg) und durch Veränderungen der Umgebungsbedingungen stets die Gefahr, dass er sich verzieht.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Halsverformungen.

1. Vorwölbung: Der Hals ist im mittleren Bereich so gekrümmt, dass er sich zur Griffbrettseite (in Richtung der Saiten) hin wölbt. Die Saitenlage wird dadurch höher, was das Spielen in den hohen Lagen erschwert.

2. Gegenwölbung (Gyakuzori): Der Hals ist im mittleren Bereich so gekrümmt, dass er sich zur gegenüberliegenden Seite des Griffbretts (zur Rückseite) wölbt. Die Saitenlage wird zu niedrig, sodass die Saiten in den tiefen Lagen gegen die Bünde schlagen, was zu Schnarrgeräuschen führt oder den Klang ersticken lässt.

Es gibt eine einfache Methode, um die Krümmung des Halses zu überprüfen. Nimm die Gitarre in die Hand, drücke mit der linken Hand den 1. Bund der 6. Saite und gleichzeitig mit der rechten Hand den letzten Bund der 6. Saite (nahe der Verbindung zum Korpus). Schau dir in dieser Position den Spalt zwischen Saite und Bund in der Mitte des Halses (etwa zwischen dem 7. und 9. Bund) an.Ideal ist ein winziger Spalt (ca. 0,3 mm bis 0,5 mm), in den gerade noch eine Visitenkarte passt – oder auch nicht. Ist der Spalt zu groß, liegt eine Vorwölbung vor; liegen die Saiten vollständig an den Bünden an, kann man von einer Rückwölbung oder einem zu geraden Hals ausgehen.

Im Inneren des Halses vieler Akustikgitarren ist eine Metallstange eingebaut, die als „Trussrod“ bezeichnet wird. Durch Drehen dieser Stange mit einem Sechskantschlüssel lässt sich die Krümmung einstellen. Die Einstellung des Trussrods ist jedoch eine äußerst heikle Angelegenheit. Wenn du in die falsche Richtung drehst oder zu stark auf einmal drehst, kann sich der Hals verdrehen oder es kann im schlimmsten Fall zu schweren Schäden kommen, wie zum Beispiel einem Bruch der Stange im Halsinneren oder dem Ablösen des Griffbretts.Selbst wenn du die Einstellung selbst vornimmst, solltest du die Drehung pro Mal auf „etwa 5 Minuten auf einer Uhr (ca. 30 Grad)“ beschränken. Wenn du auch nur die geringsten Bedenken hast oder sich die Stange zu schwergängig anfühlt und sich nicht drehen lässt, solltest du nichts erzwingen und die Gitarre lieber in eine Reparaturwerkstatt bringen.

Gitarrenreparaturen findest du hier

4-2. Falsche Saitenlage, abstehende Brücke und Reparaturaufträge

Neben einem verzogenen Hals gibt es noch weitere schwerwiegende Probleme, die du einem Profi überlassen solltest.

1. Abstehende oder abgelöste Brücke

Die Holzplatte auf der Korpusoberfläche (die Brücke), an der die Saiten der Akustikgitarre befestigt sind, ist mit starkem Kleber auf die Decke geklebt. Durch die jahrelange Saitenspannung oder die Alterung des Klebers – beispielsweise, wenn die Gitarre in einer heißen Umgebung wie im Auto liegen gelassen wurde – kann sich jedoch die Rückseite der Brücke von der Decke abheben.Wenn Papier in den Spalt zwischen Steg und Korpus passt, ist das ein Warnsignal. Wenn du das ignorierst, kann sich der Steg eines Tages plötzlich komplett ablösen und die Decke stark beschädigen. Da das Wiederankleben des Stegs spezielle Klammern und besondere Fachkenntnisse erfordert, darfst du auf keinen Fall selbst Kleber einfüllen.

2. Starkes Aufwölben der Decke (Belly-up)

Dies ist ein Phänomen, bei dem sich das Deckenholz im Bereich des Stegs aufgrund von zu hoher Luftfeuchtigkeit oder weil die Saiten über einen längeren Zeitraum gespannt blieben, wölbt. Dadurch wird die Saitenlage ungewöhnlich hoch. In leichten Fällen lässt sich das Problem durch Anpassung der Luftfeuchtigkeit beheben, doch in schweren Fällen besteht die Möglichkeit, dass sich die inneren Verstrebungen (Bracing) gelöst haben, was eine umfangreiche Reparatur erforderlich macht.

3. Abstehende oder extrem abgenutzte Bünde

Wenn der Ton an bestimmten Stellen verstummt oder schnarrt, kann es sein, dass sich die Bünde selbst abheben oder durch jahrelanges Spielen abgenutzt und eingedellt sind (ungleichmäßiger Verschleiß). Das Abflachen der Bünde (das gleichmäßige Abschleifen auf eine einheitliche Höhe) oder das Austauschen der Bünde (Refretting) sind Reparaturen, die spezielles Werkzeug und handwerkliches Geschick erfordern.

Wenn du eine Gitarre, die lange ungenutzt war, nach langer Zeit wieder spielen möchtest und dabei diese Symptome feststellst, solltest du vorsichtig sein. Wir verstehen zwar, dass du vielleicht zögerst, weil du denkst „die Reparatur könnte teuer werden“, aber wenn du sie von einem Fachmann begutachten lässt, bevor sich der Zustand verschlechtert, kannst du letztendlich Kosten sparen und dein wertvolles Instrument retten. Falls die Reparaturkosten den Wert der Gitarre übersteigen oder die Aussicht auf eine erfolgreiche Reparatur gering ist, ist der Kauf einer neuen Gitarre oder der Verkauf im aktuellen Zustand ebenfalls eine Option.

Übersicht über den Gitarrenbestand bei Advance Guitars

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Kommentar der Mitarbeiter

Bei der Auswahl einer Akustikgitarre ist es zwar mühsam, aber auch spannend, sich mit den technischen Details wie den Materialien und der Korpusform auseinanderzusetzen!
Die oben genannten Punkte sind lediglich Tendenzen – es gibt keine Regel, die besagt: „Das kann man für dieses Genre nicht verwenden“ oder „Das passt nicht dazu“. Mach dir keine Gedanken über
komplizierte Dinge und nimm einfach mal die Gitarren in die Hand, die dir optisch gefallen – das ist völlig in Ordnung!

Zusammenfassung

Um deine Akustikgitarre schön und langlebig zu halten, ist die tägliche Pflege unverzichtbar. Wenn du nicht
spielst, solltest du die Saiten lockern, die Saiten zum richtigen Zeitpunkt wechseln, das Griffbrett pflegen und darauf achten, die Gitarre in einer Umgebung mit angemessener Luftfeuchtigkeit und Temperatur aufzubewahren.
Wenn du außerdem Anomalien feststellst, die du selbst nur schwer beurteilen kannst – wie zum Beispiel eine übermäßige Verkrümmung des Halses oder ein Abheben des Stegs –, solltest du auf keinen Fall etwas erzwingen, sondern einen professionellen Gitarrenbauer konsultieren. Das ist die beste Wahl, um dein wertvolles Instrument zu schützen.Genieße mit liebevoller
täglicher Pflege lange den schönen Klang.

Autor dieses Artikels: Mochizuki (Mitarbeiter bei Advance Guitars)

In seiner Freizeit spielt er hauptsächlich E-Gitarre. Mit seiner grenzenlosen Liebe und seinem Interesse an Instrumenten – er spielt sogar in den Arbeitspausen weiter – vermittelt er mit einer der besten Anschlagtechniken bei Advance Guitars den Reiz der Akustikgitarre.

Qualifikationen und Erfahrung: Seit 4 Jahren als Musikinstrumenten-Gutachter tätig

▶︎ Hier findest du weitere Artikel von mir: Die Geheimnisse der
Ovation
Adamas, Die Legende von Terry Nakamoto, Die vier Könige von YAMAHA

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