„Kotsuzumi“
Eine Trommel, die im „NOU“ und „KABUKI“ gespielt wird. Sie besteht aus einem „Kodoh“, einem schmalen, mittigen Holzrahmen, und Lederbahnen an beiden Enden, die mit Schnüren namens „Shirabeo“ zusammengebunden sind.
Sie hat einen flexiblen Klang und erzeugt unterschiedliche Klangfarben. Man hält die „Shirabeo“-Schnüre mit der linken Hand fest, legt die Trommel auf die rechte Schulter und schlägt dann mit der rechten Hand auf das Leder.
„Kodoh“ wird aus gut getrocknetem Kirschholz gefertigt und in 40 Arbeitsschritten hergestellt. Obwohl die Tradition der Handwerkskunst bis in die Muromachi-Zeit (14. Jahrhundert) zurückreicht, traten die besten Handwerker erst in der Tokugawa-Zeit (17. Jahrhundert) in Erscheinung, als „NOUGAKU“ in der Öffentlichkeit populär wurde.
„Makie“, die Goldlackverzierung, wird von speziellen Handwerkern, den „Makie-shi“, angefertigt. Das wertvolle und kunstvolle „Makie“ wurde in der Tokugawa-Zeit entworfen. Es gibt kaum Unterschiede in der Größe des „Doh“, das 25–26 cm lang ist und etwa 450 g wiegt. Jeder Hersteller verfügt über die Erfahrung seiner Familie, um das Innere des „Doh“ auszuhöhlen.
„Doh“
Der Handwerker hinterlässt „Kanname“, die ursprüngliche Markierung des Graviermessers, im Inneren des „Doh“. Diese spiegelt in der Regel die Technik und die Ästhetik der Handwerkerfamilie wider.
„Kawa“
An beiden Enden des „Doh“ wird Pferdeleder angebracht, das einen Durchmesser von etwa 20 cm hat. Traditionell wird Fohlenleder aus dem Sattelbereich verwendet. Dabei wird Bambushaut um einen runden Stahlkern gewickelt und das Leder mit Faden vernäht. Für eine lange Lebensdauer wird es lackiert. Ein „Rou-kawa“ in gutem Zustand, also Vintage-Leder, das seit mehr als 150 Jahren im Einsatz ist, ist sehr selten und hoch geschätzt. „Kawa“ für „Kotsuzumi“ erfordert die richtige Pflege, um eine bestimmte Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, und der Spieler muss bei Auftritten auf die Witterung achten.
„Shirabeo“
Bezeichnung für einen Riemen zur Herstellung der „Kotsuzumi“. Er ist anfälliger für Verschleiß als „Doh“ oder „Kawa“, spielt jedoch eine wichtige Rolle für Klang und Einstellung. Die Herstellung eines „Shirabeo“ von bester Qualität mit einzigartiger Festigkeit und Flexibilität erfordert eine ganz besondere Technik.