

An alle, die sich hier über die Auswahl des ersten Instruments informieren: Vielen Dank! Wer hier vorbeischaut, ist wahrscheinlich Gitarrist oder angehender Gitarrist. Hast du dir schon eine E-Gitarre zugelegt? Egal, ob du sie bereits hast und jeden Tag voll auf deine Kosten kommst oder erst noch eine kaufen willst – eines darfst du nicht vergessen: den Verstärker!
Eine E-Gitarre wird normalerweise nicht an das Stromnetz angeschlossen, oder? Wer sich jetzt gefragt hat: „Warum heißt sie dann E-Gitarre?“, hat einen scharfen Verstand. Genau, an das Stromnetz angeschlossen wird der Verstärker. Da man die Gitarre an einen Verstärker anschließt, der den Ton erzeugt, heißt sie E-Gitarre. Der Klang der E-Gitarre kommt aus dem Verstärker! Deshalb ist der Verstärker so wichtig.

„Die erste Verstärkerauswahl“ – so lautet auch der Titel dieses Beitrags. Wer sich gerade zum ersten Mal einen Verstärker aussuchen will, fällt wahrscheinlich in eine dieser drei Kategorien.
1. Ich möchte mit dem E-Gitarrenspiel anfangen und möchte daher zusammen mit der Gitarre auch einen Verstärker kaufen.
→ Auch wenn du noch gar nichts davon verstehst – keine Sorge. Wenn du das hier liest, ist das der schnellste Weg zu einem tollen Sound, ohne lange zu zögern.
2. Ich spiele E-Gitarre, benutze aber nur den kleinen Verstärker, der im Set dabei war. Jetzt möchte ich mir für das Üben einen mit besserem Klang zulegen.
→ Viele von euch wissen wahrscheinlich schon einiges darüber und haben auch klare Vorstellungen vom Klang. Schaut euch doch mal den Verstärkerbereich auf unserer Website an – dort stellen wir jeden Tag verschiedene Modelle vor. Ihr könnt auch nach Typ, Marke oder Budget suchen, also schaut unbedingt mal rein! Und wenn ihr diesen Artikel bis zum Ende lest, seid ihr bestens gerüstet!
3. Ich spiele E-Gitarre, bin in einer Band und trete oft live auf. Aber ich möchte nicht nur Geräte im Studio oder im Club ausleihen, sondern einen eigenen Verstärker haben, mit dem ich meinen eigenen Sound kreieren kann.
→ Für alle, die das interessiert, empfehlen wir unsere Verstärker-Kolumne „Verstärker-Reisebericht“. Da wird nicht nur erklärt, wie man sich einen Marshall oder Fender aussucht, sondern auch ausführlich über deren Geschichte berichtet – damit kannst du dich von der Konkurrenz abheben! Aber da du schon mal hier bist, lies doch auch diesen Artikel!

Die „erste Verstärkerauswahl“ ist nicht unbedingt nur etwas für Leute, die gerade erst mit dem Musizieren anfangen. Es gibt also viele verschiedene Fälle.


Das ist der Teil, der den E-Gitarren-Sound erzeugt!Wenn man nur auf der E-Gitarre spielt, kommt ja nur ein ganz leises, klappriges Geräusch raus. Aber es geht nicht nur darum, die Lautstärke zu erhöhen. Der rockige „Dong-Dong!“-Sound oder der Metal-„Gwiin!“-Sound – all diese coolen Klänge werden durch den Verstärker erzeugt. Deshalb ist er der wichtigste Faktor für den Gitarrensound. Er ist kein Gerät, um die Lautstärke zu erhöhen, sondern ein Gerät, um den Klang zu formen und zu erzeugen. Das ist der Verstärker. Er ist also quasi ein Instrument für sich.
Damals…
Als ich mit dem Gitarrenspiel anfing, gab es noch nicht so viele Informationen. Der Rock, den ich auf Platten hörte, klang so kraftvoll und cool, aber der Klang meiner E-Gitarre war nur ein piepsiges Geräusch… Das lag damals auch daran, dass ich kein Geld hatte und sie einfach an den Mikrofoneingang meines Kassettenrekorders angeschlossen hatte (macht das bloß nicht nach, sonst geht er kaputt!).Aber ich dachte, die Profis seien einfach so gut, dass sie diesen coolen Sound hinbekommen, und habe wie verrückt geübt, um auch so einen Sound hinzubekommen… (Was für Übungen das waren?).
Eines Tages sagte mir dann ein Freund: „Profis klingen so, weil sie gute Verstärker benutzen“, und ich war total überrascht! Seitdem habe ich mein Interesse für Verstärker entdeckt. Ich habe dann eine Weile Geld gespart und mir meinen ersten Verstärker gekauft. Es war ein 25-W-Modell von Yamaha oder so, aber als ich ihn anschloss und den Sound hörte, war ich im siebten Himmel!! Denn ich konnte denselben Sound erzeugen wie die Profis, zu denen ich aufgeschaut hatte! So ein „Kyu-in“ oder „Gyui-in“. Ich dachte: „Ich bin ja auch ein Profi!“Ich habe den ganzen Tag gespielt. Man könnte es wohl als das Glück der Unwissenheit bezeichnen. Aber dass ein Verstärker einen so denken lässt, zeigt, wie entscheidend er ist.

„Nach Zweck auswählen“

Zunächst einmal: Wo soll er eingesetzt werden? Bei Verstärkern ist es meiner Meinung nach am besten, die Auswahl danach zu treffen. Für zu Hause eignet sich ein Gerät mit einer für den Wohnbereich passenden Größe und Lautstärke, während in einem Schulklubraum auch ein etwas größeres Modell in Ordnung sein dürfte.Für Studios oder Live-Clubs gibt es spezielle, große Modelle. Da es bei Verstärkern vor allem um die Lautstärke geht, ist es sehr wichtig, ein Gerät zu wählen, das zum jeweiligen Ort passt. Auch wenn du denkst: „Die großen Marshalls, die Profis benutzen, sehen cool aus!“, würde deine Mutter vor Entsetzen in Ohnmacht fallen, wenn du so etwas zu Hause aufdrehen würdest. In Wohngebieten wäre das zudem eine Belästigung für die Nachbarn. Auch im Sinne der Lärmschutzregeln solltest du einen Verstärker wählen, der zum Einsatzort passt.
So wählst du einen Verstärker für zu Hause aus
Da man zu Hause eigentlich am längsten übt und man mit dem Verstärker am meisten Zeit verbringt, sollte man bei der Auswahl keine Kompromisse eingehen. Wenn der Klang gefällt, macht das Üben auch mehr Spaß. Außerdem besitzt man, sofern man kein absoluter Enthusiast ist, nicht so viele Verstärker, weshalb man bei seinem ersten Modell besonders wählerisch sein sollte.
Der entscheidende Punkt bei der Auswahl eines Verstärkers für zu Hause ist natürlich die Lautstärke. Bei großen Verstärkern, wie sie bei Live-Auftritten verwendet werden, ist es oft schwierig, leise Töne zu erzeugen, sodass das Sprichwort „Groß ist besser als klein“ bei Verstärkern leider kaum zutrifft. Um leise Töne zu erzeugen, ist ein kleiner Verstärker am besten geeignet. Da „groß“ und „klein“ bei Verstärkern oft durch die Leistung (in Watt) ausgedrückt werden, sollten wir uns zunächst darauf konzentrieren, wie viel Watt der Verstärker leistet.

Auch wenn es verschiedene Arten von Wohnungen gibt, wie zum Beispiel Apartments oder Einfamilienhäuser, sind Modelle mit einer Leistung von bis zu 15 Watt in der Regel ausreichend, wenn man bedenkt, dass man den Verstärker in einer Umgebung ohne besondere Schalldämmung nutzen möchte, ohne die Nachbarn im Nachbarzimmer zu stören.Wenn das Modell über einen Kopfhöreranschluss verfügt, kann man auch spät in der Nacht ohne Bedenken üben. Wer das Gerät nicht nur zu Hause, sondern auch auf der Straße nutzen möchte, für den ist ein Modell praktisch, das mit Batterien oder Akkus betrieben werden kann. (Ein wichtiger Tipp zur Auswahl: Wählen Sie ein Modell, bei dem „Mit Batterien (Akku) verwendbar“ angegeben ist. Das mag selbstverständlich klingen, aber Modelle, bei denen dies nicht angegeben ist, sind in der Regel nicht dafür geeignet.)
Wenn man die Leistung (Watt) und die dafür geeigneten Einsatzorte übersichtlich zusammenfasst, sieht das in etwa so aus. Nun, man kann die Lautstärke ja bis zu einem gewissen Grad über den Regler einstellen, und da die Leistung nicht immer gleichbedeutend mit der Lautstärke ist, muss es nicht unbedingt genau dieses Modell sein, aber es dient sicher als guter Anhaltspunkt.
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„Marken prüfen“
Wenn du den Verwendungszweck festgelegt und dich für eine Wattzahl entschieden hast, kommt es nun darauf an, einen Verstärker zu wählen, der den gewünschten Klang erzeugt. Du hast bestimmt Lieblingsmusiker oder -alben und einen bestimmten Sound, den du erzielen möchtest. Hier lohnt es sich, die Marke des Verstärkers zu prüfen. Wie auch professionelle Musiker von „Marshall-Sound“ oder „Fender-Sound“ sprechen, haben Verstärker je nach Marke einen ganz eigenen Charakter.Auch wenn große Verstärker für Live-Auftritte und kleine Verstärker für zu Hause oft nicht denselben Klang haben, ist ihr Charakter oder ihre Individualität doch recht ausgeprägt. Daher ist es eine gute Idee, zunächst nach der Marke zu suchen. Welchen Verstärker benutzt dein Lieblingsgitarrist? Wenn du dich daran orientierst, ist das vielleicht der schnellste Weg, den gewünschten Sound zu finden!
Meine persönliche Auswahl der drei größten Verstärker-Marken
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Wenn du dir schon ein grobes Bild gemacht hast, ist es am besten, in ein Musikgeschäft zu gehen und dir den Klang selbst anzuhören. Wenn du sagst: „Ich würde das gerne mal ausprobieren“, darfst du es auch testen. Wenn du gerade erst anfängst und es dir peinlich ist, vor anderen zu spielen, kannst du den Verkäufer bitten, es für dich zu spielen, damit du den Klang hörst. Falls dir keine Marke besonders zusagt, frag einfach den Verkäufer um Rat. Wenn du ihm sagst, welches Genre du spielen möchtest oder welche Künstler du magst, wird er dir bestimmt das Beste empfehlen.

„Sound und Funktionen prüfen“
Bei Verstärkern ist es praktisch, dass man anhand der Regler auf der Vorderseite meist sofort erkennen kann, welche Sounds man damit erzeugen kann und welche Funktionen sie haben. Wenn viele Regler zu sehen sind, denkst du vielleicht: „Oh, das sieht kompliziert aus“, aber die grundlegende Bedienung ist bei den meisten Modellen ähnlich, also schau sie dir einfach mal an. Wenn du dir das merkst, kannst du dir schon beim ersten Blick vorstellen, um was für einen Verstärker es sich handelt.
Grundlegende Verstärkersteuerung
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Ein Beispiel für die tatsächlichen Regler eines Marshall-Verstärkers:
. Er verfügt über den CONTOUR-Regler, der die Mitten noch stärker hervorhebt. Da er zwei Gain-Regler hat, lassen sich damit auch noch härtere Sounds erzeugen!
Verstärker wie dieser, die über zwei Kanäle und einen Schalter verfügen, sind praktisch, da man mit dem Schalter zwischen einem sauberen, klaren Klang und einem harten Sound umschalten kann.
„Nach Design auswählen“
Ein Verstärker für dein Zimmer. Da du dir schon einen zulegst, sollte er doch auch gut aussehen, oder? Beim Design von Verstärkern gibt es grob gesagt zwei Arten: „Combo-Typ“ und „Stack-Typ“. Beim Combo-Typ sind die Elektronik und der Lautsprecher in einem Gehäuse untergebracht, sodass man nur dieses eine Gerät braucht, um Ton zu erzeugen. Beim Stack-Typ sind Verstärker und Lautsprecher getrennt und werden übereinander gestapelt. Das ist das, was man oft auf professionellen Bühnen sieht.Der Stack-Typ hat zwar viele Vorteile, wenn es darum geht, hohe Lautstärken zu erzeugen, aber da es sich meist um große Geräte handelt, ist der Combo-Typ für den Anfang wohl die gängigere Wahl. Aber für alle, die ihre Gitarren im Zimmer aufstellen und eine Live-Club-Atmosphäre schaffen wollen, gibt es auch solche Stack-Typen in kompakter Größe!
| Jeder träumt wohl einmal von den riesigen Verstärkern, die auf professionellen Bühnen wie eine Wand emporragen. Das hier ist eine Miniaturausgabe davon. Auch wenn es nur eine Miniatur ist – was für eine Wucht! Da möchte man doch gleich Freunde ins Zimmer einladen. Mit 15 Watt Leistung eignet er sich perfekt zum Üben. |
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| Auch die Combo-Modelle gibt es in letzter Zeit in vielen verschiedenen Farben, was richtig Spaß macht. Es gibt viele Modelle mit niedlichem Design, und es macht sicher Spaß, eines auszuwählen, das zur Einrichtung passt. VOX, bekannt auch von den Beatles. Ein niedliches Design, das man gerne im Zimmer stehen haben möchte. |

Wenn man über Verstärker spricht, hört man fast immer den Begriff „Röhrenverstärker“. Auch in Interviewartikeln in Zeitschriften taucht er häufig auf. Ja, Profis verwenden fast ausnahmslos Röhrenverstärker.
Ein Röhrenverstärker ist, wie der Name schon sagt, ein Verstärker, der mit Röhren arbeitet. Alle anderen werden als „Transistorverstärker“ bezeichnet, um sie davon zu unterscheiden. Aber sind Röhrenverstärker wirklich so gut?
Der Reiz von Röhrenverstärkern liegt vor allem im Klang. Sei es die beeindruckende Klangfülle, die man bei professionellen Live-Auftritten hört, oder der weite, geschmeidige Klang auf CDs. Es ist ein Klang, der so unwiderstehlich ist, dass man süchtig danach wird, sobald man ihn einmal gehört hat. Aber es gibt auch Nachteile. Ein Problem ist die Lautstärke. Im Vergleich zu Transistorverstärkern lassen sich viele Modelle nicht so fein einstellen, und sie haben oft Schwierigkeiten mit leisen Lautstärken.Kopfhörer lassen sich grundsätzlich nicht verwenden, und in puncto Lautstärke sind sie überraschend unflexibel. Außerdem gilt für die meisten Röhrenverstärker oft: „Je lauter man aufdreht, desto besser wird der Klang.“ Bei geringer Lautstärke klingt ein Transistorverstärker daher manchmal sogar besser.
Außerdem sind Röhrenverstärker grundsätzlich teuer. Aufgrund der Schaltung mit Röhren sind sie oft schwer, was das Transportieren ziemlich anstrengend macht. Und da Röhren Verschleißteile sind, sind Austausch und Wartung überraschend kostspielig.
Wenn man das so liest, klingt es, als wären Röhrenverstärker völlig unbrauchbar, aber der Schock, wenn man sie einmal mit voller Lautstärke aufdreht, ist einfach unglaublich. Die Begeisterung ist so groß, dass es einem völlig egal wird, ob man viel Geld dafür bezahlt hat oder sich beim Transport den Schweiß von der Stirn wischen musste.Wirklich! Da ist einem alles andere egal. Es kommt also wohl auf den Einzelfall an. Ob ich ihn als ersten Verstärker empfehlen würde, ist ehrlich gesagt fraglich, aber wenn du irgendwann mal einen Verstärker brauchst, der richtig laut spielt, solltest du unbedingt einen Röhrenverstärker ausprobieren. Unbedingt!
Übrigens bin ich selbst ein Fanatiker… (lacht) Ich besitze zwar fünf Röhrenverstärker, aber zum Üben zu Hause benutze ich einen 10-W-Transistorverstärker von Roland.

Das ist die Röhre, die den Wunderklang erzeugt. Ein professionelles Modell mit erstklassigen Spezifikationen.
Mein nächstes Ziel! Hier findest du preisgünstige Röhrenverstärker!

Für alle, die zu Hause ein wenig den Vakuumröhren-Charakter ausprobieren möchten, gibt es auch sogenannte Hybridmodelle. Dabei handelt es sich im Grunde um Transistorverstärker, in denen ein paar Vakuumröhren verbaut sind. Wenn Angaben wie „mit Vorverstärkerröhre“ oder „mit 12AX7 im Vorverstärker“ zu finden sind, handelt es sich meist um diesen Typ.„12AX7“ ist zwar nur eine Röhrenbezeichnung, aber da dieser Begriff am häufigsten auftaucht, lohnt es sich, ihn sich zu merken. Diese Modelle basieren auf dem Konzept, die oben genannten Nachteile wie „hohe Lautstärke“ oder „hohes Gewicht“ durch den Einsatz von Transistoren zu beseitigen und nur die Vorzüge der Röhren zu nutzen. Daher sind sie einfach zu bedienen und erfordern kaum Wartung. Da sie aber nur in geringem Umfang eingesetzt werden, klingt der Klang nicht ganz so wie bei einem reinen Röhrenverstärker.

Wenn man beispielsweise ein reines Röhrenmodell mit „Krabbenfleisch“ vergleicht, dann wäre das Hybridmodell so etwas wie „Krabben-Kamaboko“. Natürlich ist es nicht dasselbe, aber es schmeckt deutlich mehr nach Krabben als reines „Kamaboko“. Es enthält immerhin ein bisschen Krabbenfleisch, so in etwa. Auf jeden Fall hat es im Vergleich zu reinen Transistormodellen einen röhrenartigen Klangcharakter, daher ist es empfehlenswert, wenn man ganz ungezwungen den Röhrensound genießen möchte.

Soll man einen neuen Verstärker für etwa 10.000 Yen kaufen oder einen gebrauchten Verstärker für etwa 20.000 Yen für 10.000 Yen? Das ist eine schwierige Entscheidung. Klar, je besser der Klang, desto besser, aber das Budget ist auch ein dringendes Thema. Vor allem wer ihn zusammen mit einer Gitarre kaufen will, möchte sicher lieber auch nur ein bisschen mehr Geld für die Gitarre ausgeben.
Aber es ist nun mal so, dass bei Verstärkern Preis und Klang bis zu einem gewissen Grad Hand in Hand gehen. Wer schon mal den Klang eines dieser winzigen Verstärker gehört hat, die man als Beigabe zu einem Gitarrenset bekommt, weiß das sicher: Mit der Einstellung „Hauptsache, es kommt ein Ton raus!“ lässt es sich nicht richtig üben. Schließlich geht es darum, „Musik“ zu machen, und wenn der Klang nicht zumindest „musikalisch“ ist, kann man seine Ausdruckskraft nicht weiterentwickeln.
Da stellt sich die Frage: Sollte man sich vielleicht lieber ein gutes gebrauchtes Gerät kaufen? Aber da man sich mit Schaltkreisen und so nicht auskennt, fragt man sich: Ist ein gebrauchtes Gerät überhaupt in Ordnung?
Bei einer Gitarre sieht man die Gebrauchsspuren, weil man sie in die Hand nimmt und spielt – sie bekommt nun mal Kratzer, und das sieht man. Aber bei einem Verstärker rührt man im Grunde nur die Regler an, daher sehen viele Geräte auf den ersten Blick noch neuwertig aus. Sind solche Geräte denn wirklich in Ordnung?
Ich gebe dir die Antwort! Zunächst einmal zu kleinen Transistorverstärkern, wie man sie zu Hause benutzt. Da diese tatsächlich meist zu Hause genutzt wurden, wurden sie nicht besonders hart behandelt und haben oft auch keine allzu lauten Töne von sich gegeben. Außerdem sind Transistorverstärker dafür bekannt, dass sie kaum kaputtgehen und wenig Wartung benötigen, daher sind sie meistens in Ordnung. Natürlich sind nicht alle ohne Weiteres in Ordnung, aber ein Geschäft, das die Geräte ordentlich überprüft, verkauft keine defekten Exemplare (lacht).Was sonst noch auffallen könnte, sind Geräusche wie „Kratzen!“ oder „Knirschen!“, wenn man an den Reglern dreht. Das ist aber ganz normal, wenn das Gerät lange nicht benutzt wurde, und lässt sich durch eine Reinigung schnell beheben. Das ist kein schwerwiegender Defekt, also kein Grund zur Sorge. Wenn du es im Laden überprüfen lässt und es dich stört, sag dem Verkäufer einfach: „Bitte beheben Sie dieses Kratzen.“ In einem Geschäft mit guter Wartung wird das oft sogar sofort vor Ort erledigt.

Bei Röhrenverstärkern ist die Wartung dagegen ziemlich entscheidend. Wenn das Gerät also ordentlich gewartet wurde, kann man sich sogar sicherer fühlen.
Wenn du also bei einem vertrauenswürdigen Händler kaufst, ist es egal, ob neu oder gebraucht. Entscheidend ist, ob du zum richtigen Zeitpunkt den Klang findest, den du suchst! Der Rest hängt von deinem Budget ab!

Ich habe hier nun einiges geschrieben – hoffentlich war das eine Hilfe bei der Auswahl deines Verstärkers? Ich würde mich wirklich freuen, wenn ich dir dabei helfen konnte, deinem Wunschsound ein Stück näher zu kommen!
Die Fortschritte bei digitalen Geräten sind in letzter Zeit enorm. Man kann sie an digitale Multieffektgeräte anschließen und den Sound über Kopfhörer oder normale Lautsprecher ausgeben, oder die Gitarre direkt an den Computer anschließen und über den Monitor einen passablen Klang erzeugen. In einer Zeit, in der das möglich ist, hört man tatsächlich Stimmen, die sagen: „Da braucht man doch gar keinen Verstärker.“ Aber ich denke, im Grunde genommen ist ein Verstärker doch unverzichtbar.Wenn man von Anfang an zu viel digitale Bearbeitung einsetzt, ist das für das Üben feiner Nuancen nicht ideal, und ich frage mich, ob es wirklich sinnvoll ist, den Klang der Gitarre, die man mit den eigenen Händen spielt, in Daten umzuwandeln und dann wiederzugeben. Natürlich ist diese Art von Komfort beispielsweise bei Aufnahmen notwendig, und die technologische Entwicklung an sich ist eine gute Sache, aber ich denke, dass das „Üben am Verstärker“ sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart unverändert bleiben muss.Irgendwie klingt das, was man über digitale Schaltkreise auf einem Audiomonitor hört, letztendlich immer gleich, egal wer spielt. Umgekehrt finde ich es sehr schwierig, in einer solchen Umgebung einen individuellen Klang zu entwickeln. Aber ein Verstärker ist gerade deshalb interessant, weil er „den Klang dieser Person“ wiedergibt. Da es sich um die einfache Kombination aus Gitarre und Verstärker handelt, entsteht der „Klang der Hand“ eines handgespielten Instruments – und genau das ist wohl der größte Reiz eines Verstärkers.
Auch Effektgeräte lassen sich am besten in Kombination mit einem Verstärker nutzen. Die Lautsprecher von Gitarrenverstärkern sind ganz auf den Gitarrensound abgestimmt und unterscheiden sich daher von denen in Hi-Fi-Anlagen. Da sie so konzipiert sind, dass sie die Ausdruckskraft von Gitarre und Effektgeräten optimal zur Geltung bringen, finde ich, dass man den Sound am besten über einen Gitarrenverstärker und nicht über eine Hi-Fi-Anlage ausgeben sollte – selbst wenn man vorhat, einen Multieffekt zu verwenden.






